Kirchhellen soll lebenswert bleiben

Zweite Phase der Zukunftswerkstadt Bottrop wurde im Hof Jünger eingeläutet

Foto: Egon Maier

 

Soll es in Zukunft mehr Tante Emma Läden in Kirchhellen geben? Wie können Schulhöfe im Jahr 2030 aussehen? Wird der Schacht 10 am Alten Postweg zu einem Bioernergiestandort? Diese und 33 weitere mögliche Maßnahmen wurden Anfang Juni bei der Planungswerkstatt Kirchhellen im Hof Jünger diskutiert. 35 Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Unternehmen, Verwaltung und Wissenschaft haben an der Zukunftswerkstatt weitergearbeitet, um so ein lebens- und liebenswertes Kirchhellen nachhaltig und zukunftsweisend zu erhalten.

 

In erster Linie galt es, die Vorschläge aus der ersten Phase zu konkretisieren und unabhängig von Kosten und Umsetzungen einfach mal drauf los zu planen. „Hier sind Kreativität und Visionen gefragt – Abstriche können immer noch gemacht werden“, sagte Michael Kersting vom Zukunftsstadt-Team. Begleitet wurden die Teilnehmer von den beiden wissenschaftlichen Partnerinstituten "Faktor 10 für nachhaltiges Wirtschaften" und dem "Ruhr Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik" sowie Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung und dem "Zukunftsstadt"-Team.

„Wir nehmen die heute ausgewählten zwölf Maßnahmen jetzt mit und sortieren, bündeln und bearbeiten die Visionen“, sagte Dorothee Lauter, Sachgebietsleiterin der Zukunftsstadt Bottrop. Im nächsten Schritt werden diese Ergebnisse online auf "www.bottrop.de/zukunftsstadt" für alle Bürgerinnen und Bürger einzusehen sein. Es können weitere Ideen eingebracht werden, bevor der Rat sich den möglichen Maßnahmen widmet.

 

Hintergrund

Die Stadt Bottrop wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 als eine von 51 Städten in Deutschland als „Zukunftsstadt“ ausgewählt. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigt, wie Bürger und Forschung schon heute dazu beitragen können, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Die zentrale Frage dabei ist: Was macht unsere Stadt von morgen aus? Bottrop hat zu diesem Wettbewerb gemeinsam mit Bürgerschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft eine kommunale Vision 2013+ für die wichtigsten Zukunftsaufgaben entwickelt. Neben dem Klima- und Strukturwandel werden Themen des demogarfischen Wandels sowie deren Anforderungen an die Stadt von morgen aufgegriffen. Es geht dabei um die Frage, wie gestalten wir unser Zusammenleben in Zukunft, wie und wo möchten wir arbeiten, wo und wie erzeugen wir in Zukunft unsere Energie…

 

von Gundis Jansen-Garz