Droht Kirchhellen ein Stauchaos?

Sanierungsarbeiten auf der A31 haben begonnen – Anschlussstelle Gladbeck für mehrere Monate gesperrt

BU: Bei der Ausfahrt 41 (Gladbeck) kann man ab April nicht mehr auf- oder abfahren. Foto: Julian Schäpertöns

Anfang März haben die Sanierungsarbeiten auf der A31 zwischen Anschlussstelle Kirchhellen-Nord und Dreieck-Bottrop begonnen. Bis Ende November wird auf 5,5 Kilometern in beiden Richtungen die Fahrbahndecke erneuert. Die Anschlussstelle Gladbeck muss dafür von April bis Oktober gesperrt werden, die Anschlussstelle Kirchhellen wird im Mai und Juli jeweils bis zu zehn Tage gesperrt. Anwohner befürchteten, dass die durch Movie Park und Schloss Beck bedingten Staus in der Dorfmitte noch mehr zunehmen könnten.

Als der Landesbetrieb Straßen NRW am Dienstagnachmittag (13. März) bei der Bezirksvertretung Kirchhellen die Pläne zur Sanierung der A31 vorstellten, lauschten nicht nur die anwesenden Politiker, sondern auch einige interessierte Bürger aufmerksam den Worten von Adam Panitz und Heike Gerlach. Gerade für Pendler aus Kirchhellen, die über die A31 fahren, können die nächsten Monate zur harten Belastungsprobe werden. Mit Staus und Schleichverkehr müssen sie rechnen. Außerdem wird befürchtet, dass durch die Sperrung der Anschlussstellen sich noch mehr Rückstaus durch Besucher des Movie Parks und Schloss Becks in der Dorfmitte bilden. Die Veranstalter des Spargel-Gourmet-Festivals, das an Pfingsten auf dem Hof Umberg stattfinden sollte, haben sogar aufgrund der Baustelle und des befürchteten Verkehrschaos entschieden, die Veranstaltung nach Essen zu verlegen.

 

Doch was passiert in den nächsten Monaten? In sechs Bauphasen wird die Fahrbahndecke zwischen Dreieck-Bottrop und Kirchhellen-Nord erneuert. Auch die Brücke über der Hegestraße soll saniert werden. Zunächst wird die Fahrbahn Richtung Oberhausen und anschließend Richtung Emden saniert. Die vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen. Aus Platzmangel muss ab April die Anschlussstelle Gladbeck gesperrt werden. „Dort ist einfach zu wenig Platz, um den Verkehr weiter fließen zu lassen“, erläutert Adam Panitz von Straßen NRW. Für die Fahrzeuge werden zwei verengte Fahrspuren angelegt, allerdings gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 60 km/h. Im Mai und Juli ist zeitweise eine circa einwöchige Sperrung der Anschlussstelle Kirchhellen nötig. Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten auf der 5,5 Kilometer langen Strecke beendet sein. 15 Millionen Euro aus Bundesmitteln werden für die Sanierung investiert.

Heike Gerlach und Adam Panitz von Straßen NRW haben den Kirchhellenern die Pläne zur Sanierung der A31 vorgestellt. Foto: Julian Schäpertöns

von Julian Schäpertöns