Gut gerüstet bei kleinen Wehwehchen

Hausapotheken-Check

Ob Urlaub, Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: irgendwie sind wir doch ständig auf der Suche nach einem Husten-, Insektenstich- oder verspannter Rücken-Medikament. Dabei ist einiges sinnvoll, manches überflüssig und vor allem überfällig. Denn das korrekte Aufbewahren von Medikamenten ist ebenso wichtig, wie eine richtige Grundausstattung.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schlägt folgende Inhalte für eine Grundausstattung der Hausapotheke vor:

  • persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente

  • Erkältungsmittel

  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel

  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen

  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand

  • Elektrolyte zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes

  • Fieberthermometer

  • Splitterpinzette

  • Hautdesinfektionsmittel

  • Wunddesinfektionsmittel

  • Verbandsmaterial – alles, was ein DIN 13164-Verbandskasten (Autoverbandskasten) enthält:

        • Mull-Kompresse

        • Verbandsschere

        • Pflaster und Binden

        • Dreieckstuch

Darüber hinaus sind bei Bedarf außerdem folgende Inhalte sinnvoll:

  • Mittel gegen Sportverletzungen

  • Mittel gegen trockene Augen

  • Mittel gegen Lippenherpes (insbesondere im Winter zu empfehlen)

  • Allergietabletten bzw. Nasenspray und/oder Augentropfen bei Heuschnupfen

Säuglinge & Kleinkinder

Etwas umfangreicher wird das Ganze, wenn Säuglinge und (Klein-)Kinder im Haus sind, dann ergänzt sich die Hausapotheke um

  • Medikamente gegen Zahnungsbeschwerden

  • Salben gegen einen wunden Po

  • Fieberzäpfchen oder -saft in altersgerechter Dosierung

  • Kochsalz-Nasenspray

  • etwas gegen Kolliken/Blähungen

  • Elektrolyt-Lösung bei Durchfall

Zudem empfiehlt es sich, Notfalladressen und Telefonnummern griffbereit zu halten. Dazu gehören die Kontakte zum Haus- und Kinderarzt, zum nächstgelegenen Krankenhaus, dem Giftnotruf sowie zum Apothekennotdienst.

Zudem empfiehlt es sich, Notfalladressen und Telefonnummern griffbereit zu halten. Dazu gehören die Kontakte zum Haus- und Kinderarzt, zum nächstgelegenen Krankenhaus, dem Giftnotruf sowie zum Apothekennotdienst.

Medikamente können falsch dosiert oder versehentlich von Kindern eingenommen zu Vergiftungen führen – somit versteht es sich von selbst, dass Arzneimittel immer verschlossen und für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden sollten. Es gibt extra Medikamentenschränke, in die hinein das Notwendigste passt und die außerdem abschließbar sind. Meist findet man die Schränkchen in Badezimmern, doch das ist der falsche Lagerraum: Das BBK empfiehlt trockene und wenig beheizte Räume. Optimal sei eine Unterbringung, in der Medikamente verschlossen, das Verbandszeug aber frei und schnell zugänglich sei.

Erkältungszeit

Während der Erkältungszeit kann man vorsorglich die Hausapotheke um folgende Arzneimittel aufstocken:

  • Husten- und Schleimlöser

  • Nasenspray

  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol

  • Halsschmerztabletten

  • immunstärkende Mittel wie Vitamin C

  • Da in der kalten Jahreszeit in der Regel mehr und fettiger gegessen wird, empfiehlt sich außerdem ein Mittel gegen Sodbrennen bzw. für eine bessere Verdauung im Allgemeinen

Vor Reisebeginn

Mit dieser Grundausstattung sind Sie schon sehr gut versorgt – auch im Urlaub. Mehr Medikamente sind in der Regel nicht notwendig. Bei Langstreckenflügen kann man mit dem Hausarzt über Kompressionsstrümpfe nachdenken, außerdem sind Mittel gegen Reiseübelkeit ratsam. Bei Fernreisen ist auch ein Moskitonetz im Gepäck sinnvoll, denn Insektenstiche können mitunter starke Reaktionen auslösen und sehr unangenehm werden. Zusätzlich können sich Reisende im Vorfeld des Urlaubs ein Breitbandantibiotikum und Malariamittel verschreiben lassen, wenn vor Ort die medizinische Versorgung als schwierig gilt (z.B. bei Rucksacktouren oder Roadtrips). Grundsätzlich ist es auf jeden Fall ratsam, Medikamente aus Deutschland mitzunehmen, statt sich darauf zu verlassen, im Notfall alles im Urlaubsland zu bekommen. Im Ausland sind nicht unbedingt die Medikamente verfügbar, die wir von Zuhause kennen und die Gefahr von Neben- und Wechselwirkungen hoch.

Lassen Sie also immer etwas Platz im Kulturbeutel, dann ist im Notfall alles griffbereit.