Keuchhustenfälle in Bottrop stark gestiegen

43 Fälle sind 2016 bekannt geworden - 2015 waren es nur 22, 2013 sogar nur neun. Impfungen sollen schützen.

Foto: © seedo - Pixelio

Damit liegt auch Bottrop im Trend der vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Daten für Keuchhusten mit einem besonderen Anstieg der Erkrankungsfälle im Jahr 2016. Dazu muss gesagt werden, dass die Erkrankung erst seit 2013 meldepflichtig ist, dennoch verdoppelte sich die Zahl der Erkrankten im vergangenen Jahr. Die Ursache dafür ist eine bundesweit beobachtete Krankheitswelle, sicherlich jedoch auch eine über die Zeit verbesserte Erfassung der Krankheit.

Vor allem Säuglinge haben nach Mitteilung des städtischen Gesundheitsamtes das Risiko für einen komplizierten Krankheitsverlauf. Deswegen gehört die Impfung gegen Keuchhusten zu den von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlenen Schutzimpfungen im Kindesalter. Allerdings besteht die durch diese Impfungen erworbene Immunisierung nicht lebenslang, so dass eine Auffrischimpfung mit der nächsten Diphterie- und Tetanus- bzw. Polioimpfung einmalig für alle Erwachsenen empfohlen wird.

Am besten rechtzeitig impfen lassen

Sofern in den vergangenen zehn Jahren keine Keuchhustenimpfung stattgefunden hat, sollten außerdem

  • Angestellte in Gesundheitsdiensten sowie in Gemeinschaftseinrichtungen,
  • Frauen im gebärfähigen Alter sowie
  • enge Haushaltskontaktpersonen (Eltern, Geschwister) und Betreuer (beispielsweise Tagesmütter, Babysitter, eventuell auch Großeltern) von Säuglingen

spätestens vier Wochen vor Geburt des Kindes eine Dosis Impfstoff erhalten. Erfolgte eine Impfung nicht vor der Schwangerschaft, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.

Die Überprüfung des Impfschutzes und eventuelle Keuchhustenimpfungen sind beim Haus- oder Kinderarzt möglich.

Quelle: Pressestelle Stadt Bottrop

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