Tribut für eine Country Legende

Johnny Cash Experience besuchten zum sechsten Mal den Hof Jünger und brachten diesmal einen Kirchhellen-Song mit

Sänger Joe Sander (r.) und Oliver Janke (l.) am Bass. Foto: Julian Schäpertöns

Endlich hat es geklappt: Während in den vergangenen Jahren immer wieder das Wetter den Jungs von „Johnny Cash Experience“ einen Strich durch die Rechnung machte, konnten das Quartett vom Niederrhein am Samstag das erste Mal „Open Air“ im Bauerngarten des Hof Jüngers spielen. „Es ist großartig, dass wir endlich draußen spielen konnten“, war Frontmann Joe Sander froh. „Der Hof Jünger und Kirchhellen ist immer wieder was ganz besonders für uns.“ Die Band, die seit 2009 erfolgreich Songs von Johnny Cash covert und sogar international auftritt, spielte bereits zum sechsten Mal im Hof Jünger.

 

Zu den Kirchhellenern hat die vierköpfige Band eine ganz besondere Beziehung. Diesmal hatten die Musiker extra-angefertigte T-Shirts angezogen. „KirchHELLen – Höllisch gut“ stand auf diesen geschrieben. „Ihr könnt die Shirts bei uns im Shop in allen Farben kaufen. Auch in pink“, verkündigte Sänger Joe Sander. Mit gewohnten Sarkasmus begrüßte er am Samstagabend das Publikum mit einem freundlichen „Tach Bottrop.“ Wohl wissend wie das Publikum darauf reagieren würde. „Ihr wisst, dass ich nur einen Spaß mache“, erklärte Sander. „Aber wir haben euch heute als Entschädigung ein Kirchhellen-Lied mitgebracht.“ Das Publikum jubelte. Den Freddy Quinn Song „Lass' mich noch einmal in die Ferne“ hatte die Band umgetextet. „Lass mich noch einmal nach Kirchhellen, zum Brezel- und zum Schützenfest“, sang Joe Sander mit seinem unverkennbaren Bass-Bariton. „Da haben wir uns viel Mühe mit gegeben“, erklärte Sander und das Publikum würdigte dies mit tosendem Applaus.

Die "KirchHELLen" T-Shirt hatte die Band extra für den Abend angefertigt. Foto: Julian Schäpertöns

 

Auch die anderen Stücke begeisterten das Publikum. Klassiker wie „Walk The Line“, „Folsom Prison Blues“ oder „Cry Cry Cry“ durften natürlich nicht fehlen. Von der frühen „Sun Records“-Ära bis hin zu den American Recordings, dem überaus erfolgreichen Spätwerk und Comeback von Johnny Cash, spielten sich die Musiker quer durch das Repertoire der Country-Legende. Für viele Fans war es nicht das erste Mal, dass sie die Band sahen. Hans-Jürgen und Thorsten Lemke waren schon mehrmals bei den Konzerten von „Johnny Cash Experience“ auf dem Hof Jünger. „Der Sound kommt Johnny Cash schon sehr nah.“ Die weiteste Anreise hatten wohl Mues Jaekj und seine Frau, die extra aus Belgien nach Kirchhellen kamen um die Band zu sehen. Bisher ließen sich die Fans keinen Auftritt der Band im Hof Jünger entgehen.

Letzter Auftritt von Thomas Pelzer

Über zwei Stunden spielte Johnny Cash Expericen vor den circa 100 Fans im Bauerngarten. Mit der Zugabe des emotionalen Songs „Hurt“, mit welchem Cash kurz vor seinem Tod nochmal einen Hit landete, endete das Konzert. In dieser Formation sahen die Kirchhellener „Johnny Cash Experience“ am Samstag übrigens zum letzten Mal. Denn Drummer Thomas Pelzer wird im September die Band verlassen um mit seiner Familie nach Teneriffa auszuwandern. Doch ein Nachfolger ist bereits gefunden. Auf die Frage, ob die Band nächstes Jahr wieder nach Kirchhellen kommen würde, antwortete Joe Sander: „Wenn Hermann Reinbold uns wieder einlädt.“ Dieser lächelte zuversichtlich.

Wann die Band ein neues Album veröffentlichen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Weil durch eine Albumproduktion hohe Kosten entstehen, wird noch ein Sponsor gesucht. Ein Traum von Sänger Joe Sander: ein Johnny Cash Weihnachtsalbum aufnehmen.

 

Weitere Infos und Tourtermine gibt es auf der Internetseite von Johnny Cash Expericence

 

von Julian Schäpertöns