Theatergruppe auf großer Bühne

Die Laienspielschar der Kolpingsfamilie Kirchhellen befindet sich in der heißen Phase – Geprobt wird bereits im Brauhaus-Saal

Mit viel Humor und Lachen bringen die Proben stets viel Spaß. Foto: Katharina Boll

Von dem vergleichsweise kleinen Proberaum im Kulturzentrum Hof Jünger ging es für die Plattdeutsche Theatergruppe bereits Mitte Februar auf die große Brauhaus-Bühne. „Ein ganz anderes Gefühl“, wie uns die Schauspieler berichten. Wir haben die Gruppe bei einer ihrer ersten Proben besucht.

„Auf der Bühne haben wir viel mehr Platz. Die Breite ist schon was anderes als im beengten Proberaum“, erklärt Reinhold Grewer. Wenn es auf die Bühne ins Brauhaus geht, weiß die bunte Truppe, jetzt ist es nicht mehr lang bis zu den Aufführungen. Doch von aufkommender Aufregung spürt man bei den Profis der Theatergruppe noch nichts. Warum auch? Schließlich sind die meisten bereits seit vielen Jahren, sogar Jahrzehnten aktiv dabei. Und eine wirkliche „Katastrophe“ gab es während einer Aufführung auch noch nicht. „Vor ein paar Jahren ist die Tür aus den Ankern geflogen“, erinnert sich die Regiesseurin Claudia Hollender mit einem Lachen. „Doch sonst ist noch nichts Schlimmes passiert.“ Damit das auch so bleibt, probt die Truppe auch fleißig.


Für das neue Stück „Kunigunde draff nich sterven“ proben die sechs Schauspieler gemeinsam mit Regisseurin Claudia Hollender bereits seit November. „In diesem Jahr freue ich mich besonders auf das Bühnenbild. Außerdem finde ich es toll, dass wir viele Szenen haben, wo alle Schauspieler gleichzeitig auf der Bühne stehen“, verrät Claudia Hollender. Bühnenbild, Kostüme und Requisiten sind eine Gemeinschaftsarbeit der Schauspieler. Jeder trägt seinen Beitrag zu einer gelungenen Aufführung bei.


An dem Tag der Aufführung selbst beginnen die Vorbereitungen bereits zwei Stunden vor Einlass. Requisiten werden bereitgestellt und die Schauspieler werden in der Maske geschminkt. Auch hinter der Bühne braucht die Gruppe deshalb immer wieder Unterstützung von Familie und Freunden. „Bevor es los geht, wünschen wir uns noch alle gemeinschaftlich Toi, Toi, Toi“, erklärt die Regisseurin. Freuen dürfen sich die Zuschauer dann auf ein Lustspiel in drei Aufzügen mit deftigen Dialogen. Lachmuskelkater ist wie immer vorprogrammiert.


Wenn der Vorhang fällt, wird sich erst einmal umarmt und gemeinsam gefreut. „Dann gehen wir mit allen Schauspielern und deren Familien meistens noch nach vorne ins Brauhaus, um gemeinsam auf die Aufführung anzustoßen.“ Die Laienspielschar ist eben eine tolle Gemeinschaft nicht nur auf, sondern auch abseits der Bühne.
Wer die lustige Truppe sehen möchte, kann noch Karten für 10 Euro im Brauhaus erwerben. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Kartenverkauf. Besonders der Sonntag ist gut ausverkauft. Einige Karten sind jedoch noch zu haben“, weiß Reinhold Grewer. Sehr gute Sitzplätze gibt es für Freitag und den zweiten Samstag noch zu ergattern.

Aufführungstermine:
Samstag, 10. März 2018 um 18 Uhr
Sonntag, 11. März 2018 um 16 Uhr
Freitag, 16. März 2018 um 19.30 Uhr
Samstag, 17. März 2018 um 18 Uhr
Sonntag, 18. März 2018 um 16 Uhr

Wir wünschen der sympathischen Truppe Toi, Toi, Toi.

Seit Wochen wird fleißig geprobt. Foto: Katharina Boll

von Katharina Boll