Kirchhellens Windmühlen

Mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde sind wir der Geschichte auf der Spur

Die Kräfte der Natur zur Energiegewinnung zu nutzen, ist heutzutage ein bedeutsames Thema – wurde jedoch schon lange Zeit zuvor geschätzt und genutzt. Auch in Kirchhellen. Eine Zeugin dieser Zeit ist bis heute an der Schulstraße zu finden: Die Benningsmühle.

Sie wurde bereits im 17. Jahrhundert errichtet und war bis 1857 nahezu konkurrenzlos – dann entschied sich der Landwirt Johann Grütering dazu, ebenfalls eine Mühle zu bauen. Die Utschlagstraße hielt er für den richtigen Standort. Ein weiterer Müller in Kirchhellen bedeutete jedoch für Benning als auch den Besitzern der Grafenmühle einen unliebsamen Konkurrenten und so protestierten die ansässigen Müller gegen den Bau. Zunächst mit Erfolg, doch im Mai 1858 bekam Grütering doch noch die Baugenehmigung für seine windbetriebene Mühle.

Die Mühle als Wahrzeichen

Benningsmühle war und blieb jedoch ein Wahrzeichen Kirchhellens und behielt seine Flügel auch noch Jahrzehnte nach der Stilllegung des Betriebes. Laut eines Zeitungsartikels aus dem Jahr 1979 waren sie noch 40 Jahre lang vorhanden, bevor die Witterung es notwendig machte, die Flügel Anfang der 1950er Jahre zu entfernen. Ende der 70er erwarb Horst Schlüter das alte Mühlengebäude und baute es zu einem Wohnhaus um. Mit seiner Höhe von 12 Metern überragt es bis heute alle umliegenden Häuser rund um die Schulstraße.

Die einst so große konkurrierende Mühle an der Utschlagstraße wurde zuletzt Mitte des 20. Jahrhunderts von Karl Terbrack genutzt, der hier seinen Futtermittelhandel führte. In den 1970er Jahren jedoch fand sich kein Interessant mehr für den Bau und die Mühle wurde abgerissen. Mittlerweile stehen an ihrer Stelle Wohnhäuser.