Treffpunkt für Groß und Klein

Kirchhellen hat ein neues Familienzentrum – Die DRK Kindertageseinrichtung darf sich ab sofort mit dem Gütesiegel des Familienministeriums schmücken

Gemeinsam mit den Kindern freuen sich Rudolf Kerkhoff, Vorsitzender des Präsidiums des DRK Bottrop, Einrichtungsleiterin Ursula Damm und Uwe Rettkowski, Vorstand des DRK Bottrop, über das Gütesiegel. - Foto: Katharina Boll

 

Einrichtungsleiterin Ursula Damm, Rudolf Kerkhoff, Vorsitzender des Präsidiums des DRK Bottrop, und Uwe Rettkowski, Vorstand des DRK Bottrop, präsentierten heute morgen (8.9.) stolz das Gütesiegel, das die Kindertageseinrichtung ab sofort zum Familienzentrum zertifiziert. In einer einjährigen Zertifizierungsphase hat das Team zusammen mit den neu gewonnenen Kooperationspartnern viele sinnvolle und auf die Familienbedürfnisse zugschnittene Vereinbarungen getroffen, um den Familien ein breitgefächertes Unterstützungsangebot in Kirchhellen zur Verfügung zu stellen. Was das beinhaltet und welche Aufgaben die Einrichtung als Familienzentrum erfüllt, haben die Verantwortlichen erklärt.

 

Aufgaben eines Familienzentrums

„Die Hauptarbeit bildet immer noch die Betreuung unserer Kindergartenkinder. Doch als Familienzentrum halten wir zusätzlich eine Fülle an weiteren qualitätsgeprüften Angeboten für alle Familien in der Umgebung bereit“, erklärt Ursula Damm. Wie ein Knotenpunkt in einem Netzwerk führt das Kirchhellener Familienzentrum die Betreuung, Erziehung, Bildung und Beratung an ihrer Einrichtung am Wienkamp 5 zusammen. Dabei steht stets die Unterstützung von Familien im Mittelpunkt aller Aktivitäten. „Die Eltern profitieren von dem Familienzentrum, weil es Kindern und Eltern beides bietet: erstklassige Betreuung und Bildung sowie Beratung und Unterstützung“, betont Ursula Damm. Das Familienzentrum soll in Zukunft die Erziehungskompetenz der Eltern stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. „Die Erzieherinnen besuchen regelmäßige Fortbildungen, um qualifizierte Hilfeleistung geben zu können. Und wenn wir an unsere Grenzen stoßen, können wir immer auf unsere Kooperationspartner zurückgreifen.“

 

Breit gefächertes Angebot

Das Ziel eines Familienzentrums ist es, Angebote zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen bereitzustellen. Dabei ist wichtig, dass die Angebote niedrigschwellig sind, das heißt alltagsnah gestaltet werden und ohne Hemmschwelle oder räumliche Hindernisse in Anspruch genommen werden können. „Unser Angebot reicht von Kursen für Neugeborene über Yoga für Frauen bis hin zu English for Kids“, erzählt die Einrichtungsleiterin. Darüber hinaus steht das Familienzentrum allen Familien offen, die professionelle Beratung zur Erziehung odr Sprachförderung benötigen. „Wir richten außerdem regelmäßige Elternnachmittage aus. Ein Thema ist beispielsweise Erste Hilfe bei Kinderunfällen.“ Jeden dritten Freitag im Monat bietet das Familienzentrum gemeinsam mit dem Kooperationspartner Jugendhilfe Revierkinder eine Elternberatung an. In einem separaten Raum können sich die Eltern Hilfe zu bestimmten Themen holen. „Für die Termine trägt man sich anonym in eine Liste ein. Die Berater unterliegen außerdem der Schweigepflicht.“ Zu den weiteren Kooperationspartner des Familienzentrums gehören unter anderem der Stadtsportbund, die Musikschule Wickers und die katholische Familienbildungsstätte. „Unser wechselndes Angebot wird stets auf die Bedürfnissen der Eltern abgestimmt. Und bis jetzt sind die Eltern unserer Kindergartenkinder sehr zufrieden“, freut sich Ursula Damm über die positive Rückmeldung. Doch nicht nur die Familien, deren Kinder die Einrichtung besuchen, sind angesprochen. Alle Kirchhellener sind herzlich eingeladen das vielfältige Programm in Anspruch zu nehmen. Die aktuellen Kurse, für die man sich eintragen kann, hängen in der Kindertageseinrichtung aus.

 

Veränderung

Am 1. September 1998 öffnete der Kindergarten zum ersten Mal seine Türen. Knapp 20 Kindern wurden damals betreut, heute sind es 115. „In den Jahren hat sich viel verändert. Am Anfang blieben die Kinder meist nur von 8 bis 12 Uhr. Nur wenige kamen noch einmal von 14 bis 16 Uhr wieder“, erinnert sich Ursula Damm, die seit der ersten Stunde die Kindertageseinrichtung leitet. „Doch die Zeiten haben sich geändert. 80 bis 90 Kinder essen heute in unserer Einrichtung zu Mittag. Und die Tendenz ist steigend.“ Viele Mütter sind heutzutage selbst berufstätig und gehen früh in ihren Beruf zurück. „Wir öffnen jetzt von 7 bis 17 Uhr und unterstützen die Eltern damit, Familie und Beruf zu vereinbaren“, erklärt Ursula Damm. Im nächsten Jahr erweitert die Kindertageseinrichtung ihr pädagogisches Angebot um eine U3 Gruppe. Hier werden dann Kinder ab vier Monaten betreut. Außerdem stehen Umbaumaßnahmen in der Kindertageseinrichtung an. Man darf also gespannt bleiben, was noch alles kommt.

 

von Katharina Boll