So feiern Kirchhellener das Fest

Jeder verbindet etwas anderes mit dem Weihnachtsfest – Wir haben zwölf Kirchhellener nach ihren schönsten Weihnachtserinnerungen gefragt

Grafik: Julian Schäpertöns

„Seit 1985 koche ich am Heiligen Abend. Nachmittags geht meine Frau zur Kirche und ich stehe mit meiner Mutter, die mittlerweile 89 Jahre alt ist, in der Küche und bereite ganz in Ruhe das festliche Essen vor. Diese jetzt schon 32-jährige Tradition ist für uns sehr wichtig und wir genießen nach der Bescherung ganz entspannt das gemeinsame Essen und damit den Beginn des Weihnachtsfestes.“
Ludger Schnieder

 

„Weihnachten muss ich Zuhause mit der Familie verbringen. Wegfahren kommt für mich nicht in Frage. Auch in die Kirche zugehen gehört für mich immer dazu. Und zum Essen gibt es bei uns  traditionell Kartoffelsalat mit Brühwürstchen.“
Werner Dierichs

 

„Das Weihnachtsfest 1972 wird mir immer in lebhafter Erinnerung bleiben: Ich hatte mir einen dunkelblauen Anorak für die Winterferien bei Verwandten im Schwarzwald gewünscht – und habe eine hellblauen „Babyanorak“ bekommen. Damals war ich als Teenager schwer gekränkt und habe meinen Töchtern nie einen hellblauen Anorak geschenkt. Diese kleinen Frustrationen inbegriffen bedeutet Weihnachten jedes Jahr für mich: Zuhause sein und die Familie möglichst vollzählig um sich herum vereint haben.“
Anette Bunse

 

„Ich freue mich jedes Jahr auf die Weihnachtsessen im Kreise der Familien sowie das Fischessen am 2. Weihnachtstag mit guten Freunden. Auch das ebenfalls traditionelle Singen am Weihnachtsbaum darf nicht fehlen. Weihnachten macht für mich aus, dass man im Kreise der Familien, abseits der alltäglichen Hektik, einige besinnliche, ruhige und dankbare Stunden verbringt.“
Egbert Schnieder

 

„An Weihnachten darf ich Menschen eine Botschaft weitergeben, die ganz tief ins Innerste reicht: Gottes ewiges Wort wird ein Kind, in aller Armut und Hilfsbedürftigkeit dieser Welt. Mit 12 sehnte ich das Fest besonders herbei. Meine Brüder und ich hatten uns eine elektrische Eisenbahn gewünscht. Am Heiligen Abend kam ich mit einer akuten Blinddarmentzündung ins Krankenhaus und musste operiert werden. Dem Arzt und seinem Team bin ich bis heute dankbar. Den Namen des Arztes kann ich nicht vergessen: Dr. Bumm.“
Manfred Stücker

 

„Bei uns ist es mittlerweile seit 1982 Tradition in der Vorweihnachtszeit leckere Weihnachtsplätzchen zu backen! An drei Tagen werden dann bei uns zwischen 700 und 1000 Plätzchen verschiedenster Art gebacken. In unserer Küche sieht es dann aus wie in einer Konditorei.
Ab den 1. Advent sind wir fast jeden Abend draußen im weihnachtlich geschmückten kleinen Garten und genießen am Lagerfeuer und bei Weihnachtsmusik einen leckeren Glühwein.“ Ulrike und Bernd Kroker

 

„Weihnachten 1955 lag für mich ‚Das Neue Universum, Bd. 72‘ unter dem Weihnachtsbaum. Ein Buch aus einer Jugendbuchreihe mit Themen aus Wissenschaft und Forschung; Themen, die sehr zukunftsorientiert ausgerichtet waren. Die Folgebände standen über viele Jahre auf dem Wunschzettel. Ich glaube, dass ‚Das Neue Universum‘ auch meinem beruflichen Interesse an den Naturwissenschaften förderlich war. Die Einstellung der Buchreihe zu Beginn unseres Jahrhunderts habe ich zutiefst bedauert.“
Hermann Reinbold

 

„In der Vorweihnachtszeit ist Rolf Zuckowski mein ständiger Begleiter. An der Festtagen freue ich mich dann am meisten auf die gemeinsame Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden.“
Anna Löns

 

„1980 verbrachte ich das Fest mit meinen Eltern und Geschwistern bei meiner Großmutter in Erfurt. Ich war 11 Jahre alt und kann mich gut erinnern, dass in der ehemaligen DDR auch an Weihnachten die Not teilweise sehr groß war. Mein Onkel hatte einen Weihnachtsbaum „organisiert“. Dieser war allerdings sehr kärglich, so dass mein Onkel einen Vormittag damit verbrachte, Tannenzweige zu sammeln, Löcher in den Stamm zu bohren und die Äste zu drapieren. Dieser Weihnachstbaum wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.“
Stefan Völlmert

 

„Bei uns feiert die ganze Familie zusammen den Heiligen Abend. Nach dem Kirchenbesuch ist zu Hause unter dem Tannenbaum die Bescherung. Dabei ist es bei uns Tradition, dass jeder nacheinander seine Geschenke auspacken darf. Von jung nach alt. So geht keine Freude in den Augen des Beschenkten verloren und das Verschenken macht da eine Menge Spaß.“
Claudia und Berthold van Oepen

 

„Weihnachten kommt ja immer so plötzlich, aber ich denke, eine gewisse Hektik gehört einfach dazu. Nur so kann man die Stille, die am Heiligen Abend irgendwann eintritt, richtig genießen. Außerdem gehören zu Weihnachten meine Familie, eine Krippe, lecker Essen und natürlich Drei Nüsse für Aschenbrödel.“
Gundis Jansen-Garz

 

„In den 1980er Jahren waren wir einmal zu Weihnachten auf Teneriffa. Dort haben wir in der Hotellounge ein internationales Fest miterleben dürfen. Der Tannenbaum war bunt geschmückt und wir haben mit den anderen Gästen Weihnachtslieder in verschiedenen Sprachen gesungen.“
Peter Pawliczek

von Julian Schäpertöns