Sekundarschüler auf großer Bühne

Siebtklässler des Wahlpflichtkurses „Darstellen und Gestalten“ haben das Stück „Der Planet der Anderen“ im Hof Jünger aufgeführt

Im Hof Jünger fand die Weltpremiere des Stückes "Der Planet der Anderen" statt. Foto: Julian Schäpertöns

Für 23 Schüler der Sekundarschule Kirchhellen ging es am heutigen Dienstag (8. Mai) auf die große Bühne. Monatelang hatten sie für das Stück „Der Planet der Anderen“ mit der Theaterpädagogin Ulrike Czermak geprobt. Nun wurde das Ergebnis im Hof Jünger den jüngeren Mitschülern präsentiert.

Kurz vor der Weltpremiere von „Der Planet der Anderen“ steigt die Aufregung bei den Schülern. „Das schwierigste war, den ganzen Text auswendig zu lernen“, gibt der zwölfjährige Robin zu, der die Rolle des Dr. Hell spielt. Aufgeführt wird das Stück zunächst nur vor den Fünftklässlern der Sekundarschule. „Es ist das erste Mal für die Kinder, dass sie auf der großen Bühne stehen. Darum haben wir die Veranstaltung nicht öffentlich gemacht und gucken erst einmal, wie es heute läuft“, verrät Lehrerin Maria Beusing, die zusammen mit Barbara Kleyboldt den Wahlpflichtkurs „Darstellen und Gestalten“ betreut. „Eventuell folgt demnächst eine Vorführung für alle.“

 

Seit Oktober 2017 proben die Schüler das Theaterstück ein. Die Themen „Mobbing“ und „Anders sein“ sind die zentralen Inhalte des Stückes. „Wir wollten etwas machen, dass auch die Lebenswelt der Schüler widerspiegelt“, verrät Maria Beusing. Entwickelt und geschrieben wurde das Stück von der Theaterpädagogin Ulrike Czermak. Doch gemeinsam mit den Schülern wurde das Drehbuch immer wieder angepasst, verändert und umgeschrieben, damit die Sprache auch schülergerecht ist.

 

Darum geht es:

Die „Anderen“ haben bestimmte Eigenarten, zum Beispiel gibt es zwei Jungen, die die Spielregeln eines äußerst komplizierten Spiels nicht verstehen und lieber Mau-Mau oder Uno spielen würden. Dann gibt es den Jungen, der nicht spricht, weil sowieso zu viel gesprochen wird, oder die Wolkenguckerin, die von ihren Eltern gedrängt wird, etwas Sinnvolles zu tun. Und dann gibt es noch die „Normalen“, beziehungsweise die, die sich dafür halten. Auch sie haben merkwürdige Eigenarten und merken gar nicht, was sie alles versäumen. Letztendlich helfen Dr. Weiß und Dr. Hell. Sie bringen die „Anderen“ auf die Idee mit den Planeten, auf denen jeweils nur Menschen mit der gleichen Eigenart wohnen. „Aber wenn ihr Freunde gefunden habt, die mit euch Gemeinsamkeiten haben“, so Dr. Weiß, „dann bildet eine Gemeinschaft, die zusammenhält. Die sich nicht von den Normalen ärgern lässt, sondern die auch auf ihr Anderssein stolz ist.“

 

Mit diesem Stück hat sich die Sekundarschule übrigens bei der SpardaSpendenWahl beworben. Bis zum 17. Mai kann jeder hier kostenlos abstimmen.

von Julian Schäpertöns