Schulhof-Projekte realisiert

Das „grüne Klassenzimmer“, verschiedene Spielgeräte und bald auch ein Streetball-Platz – Auch außerhalb der Schulzeiten sollen Jugendliche das Angebot nutzen

Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak

Seit fast 16 Jahren steht der Verein Philipp Neri für Jugendprojekte in Kirchhellen. Dabei denken viele an ungezählte Sozialtrainings am Mobilen Klettergerüst im Schatten des Jugend-Klosters, an die aufsuchende Arbeit an verschiedensten Begegnungsorten Jugendlicher in Kirchhellen, an Bewerbungstrainings und Ausbildungshilfen. Nun hat der Verein gemeinsam mit der Stadt Bottrop, der Vereinten Volksbank und den Fördervereinen der Sekundarschule und des Vestischen Gymnasiums die Aufwertung des gemeinsamen Schulhofes realisiert.

Vor drei Jahren hatte sich der Verein neu aufgestellt. Ohne selbst als Projektträger aufzutreten, sollten Initiativen in Kirchhellen durch finanzielle Unterstützung ermöglicht werden. Anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung zog der Vorstand ein sehr positives Fazit. Zahlreiche Ideen konnten durch die Unterstützung des Vereins realisiert werden, Projekte von Jugendgruppen, die Schaffung von Orten für Jugendliche wie die Skateranlage, die Ermöglichung der Teilnahme benachteiligter Jugendlicher an Ferienmaßnahmen oder Projekte zur Förderung der Sozialkompetenz, wie jüngst das FairMobil am Vestischen Gymnasium, oder Maßnahmen an anderen Schulen.  „Wir haben an der Seite von Jugendlichen in den zurückliegenden Jahren viel erreichen können“, betont der Vorsitzende Dr. Andreas Hautkappe. „So war es auch für das aktuelle Projekt wichtig, vor allem die Schüler mit einzubeziehen. Sie sind diejenigen, die den gemeinsamen Schulhof der weiterführenden Schulen in Kirchhellen nutzen und durchaus ein Mitspracherecht haben, was sinnvoll bei der Neugestaltung wäre.“

Zweimal jährlich berät sich der Verein Philipp Neri über die Anträge zu unterstützender Projekte und muss schließlich eine Entscheidung fällen, welche Ideen Vorrang haben. Der Ausgangspunkt aller Gespräche rund um das Gelände der weiterführenden Schulen in Kirchhellen sei das geplante Streetball-Feld gewesen, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Dr. Michael Schlagheck bei der Eröffnung der neuen Geräte. Hierbei betont er: „Wir wollten unbedingt das Miteinander der Schulen fördern und der Verlauf des Projekts war mit allen Beteiligten äußerst kooperativ. Für jüngere und für ältere Schüler sind gleichermaßen praktische ‚Spielgeräte‘ entstanden. Neben der generell langfristigen Neugestaltung des Schulhofes sind beispielsweise an zwei verschiedenen Stellen für die jüngeren Kinder Balance-Geräte entstanden und die ältere Schülerschaft hat um ein ‚grünes Klassenzimmer‘ gebeten.“ Dabei handelt es sich um eine kreativ gestaltete und vor allem großräumige Sitzecke, die von den Schülern selbst oder auch tatsächlich als Unterrichtsraum an der frischen Luft genutzt werden kann. Wichtig sei den Organisatoren außerdem, dass das Angebot auf dem Schulhof auch nachmittags genutzt werden kann.

„Wir finden hier ein Projekt vor, wie man es sich öfter wünschen würde“, erzählt Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass dieser Bildungsstandort hier in Kirchhellen in einem solchen Maße weiterentwickelt werden konnte. Besonders freut mich auch, dass in Zukunft auch weitere Investitionen in diesem Bezirk getätigt werden sollen. Das Stichwort hier lautet neue Sporthalle.“

Auch die Vereinte Volksbank und die Schüler- sowie Lehrerschaft haben sich durch Crowdfounding-Aktionen in hohem Maße für die Realisierung der Schulhofumgestaltung eingesetzt. Insgesamt beträgt die Summe für die Maßnahmen rund 100.000 Euro.

von Aileen Kurkowiak

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