Philipp Neri spendet iPads für Batenbrock

Der Kirchhellener Jugendförderer Philipp Neri setzt sich seit vielen Jahren für Kinder und Jugendliche in Kirchhellen ein – Jetzt fördert er im gesamten Stadtgebiet

Der Kirchhellener Verein Philipp Neri hat 30 iPads für das Stadtteilbüro in Bottrop-Batenbrock gespendet, um finanziell schwache Familien mit digitalen Endgeräten zu unterstützen.
iPads für Chancengleichheit aller Familien. - Foto: Privat - Philipp Neri e.V.

Rund 30 digitale Endgeräte hat das Stadtteilbüro Batenbrock vom Verein bekommen, um für ausgeglichenere Chancen für Kinder und Jugendliche zu sorgen.

Der Vereinsvorsitzende Dr. Andreas Hautkappe ist überzeugt: „Bildungschancen können vererbt werden. Oftmals gibt die Wohnanschrift eines Kindes schon Aufschluss darüber, welche Chancen es im Leben einmal haben wird.“ Deswegen habe sich der Kirchhellener Verein schon im vergangenen Jahr dazu entschieden, Projekte für Kinder und Jugendliche auch über die Kirchhellener Stadtteilgrenzen hinaus zu fördern.

Batenbrock macht den Anfang

Das erste stadtweite Projekt des Vereins wurde nun realisiert: 30 iPads hat der Verein dem Stadtteilbüro Batenbrock gespendet. Rund 11.000 Euro hat der Verein in das Vorhaben investiert. Die iPads sollen vor allem auch die Familien unterstützen, die während des Homeschoolings keine Möglichkeit haben, ihre Kinder digital auszustatten, damit sie genauso am Unterricht teilnehmen können wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. „Die Corona-Pandemie hat uns noch einmal vorhandene gesellschaftliche Probleme gezeigt und sie sogar verstärkt, wie wir im Bildungsbereich gesehen haben“, sagt Dr. Michael Schlagheck, stellvertretender Vereinsvorsitzender. So sehr sich Schulen und Lehrkräfte auch bemühen, blieben Defizite zurück. Oftmals fehle es bereits an der digitalen Ausstattung, da wolle der Verein entgegenwirken. Die 30 iPads für Batenbrock seien schon ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Aus Betroffenen Beteiligte machen

So lautet einer der Grundsätze des Vereins. Ziel auch dieses Projektes sei es, mit der iPad-Spende Eigenverantwortung zu trainieren, aber auch Selbstvertrauen, Lernfreude und das soziale Miteinander zu fördern.

In Abstimmung mit den Schulsozialarbeiterinnen der Janusz-Korczak-Gesamtschule werden die digitalen Endgeräte an Kinder und Jugendliche verliehen, in deren Familien aus finanziellen Gründen keine iPads aus eigener Kraft gekauft werden können. Barbara Josfeld aus dem Stadtteilbüro Batenbrock berichtet: „Viele Abiturientinnen und Abiturienten haben uns erzählt, dass sie mitunter einen Homeschooling-Alltag komplett mit dem Handy bewältigen. Vier bis sechs Stunden Videokonferenz auf so einem kleinen Gerät sind kaum vorstellbar, aber für viele Jugendliche Alltag. Chancengleichheit ist da meilenweit entfernt. Die 30 iPads werden den Jugendlichen auf dem Weg zum Abitur jetzt eine große Hilfe beim Endspurt sein.“

von Julia Liekweg

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