Parkour jetzt auch in Kirchhellen

TSG Kirchhellen bietet ab sofort eine Parkour-Gruppe an – Trainer Daniel Böhm im Gespräch

Daniel Böhm leitet bereits eine Parkour-Gruppe in Gladbeck. - Foto: Daniel Böhm

 

Spätestens seit dem Daniel Craig in dem Bond-Film „Casino Royale“ leichtfüßig von einem Hochhausdach zum nächsten gesprungen ist, sich mit einem Satz über Mauern, Dächer und Treppen geschwungen und so seine Verfolger elegant hinter sich gelassen hat, ist die Trendsportart Parkour in aller Munde. Nun kommt die besondere Sportart auch zum TSG Kirchhellen. Parkour-Trainer Daniel Böhm hat im Gespräch mit Kirchhellen.online erklärt, was das besondere an dem Sport ist.

 

Bewegung an frischer Luft mit akrobatischen Einlagen – so könnte man die Trendsportart Parkour kurz und knapp beschreiben. „Bei Parkour wird immer versucht, allen Hindernissen zum Trotz, den schnellsten und vor allem den effektivsten Weg zu finden“, erklärt Trainer Daniel Böhm, der bereits seit einigen Jahren die Gladbecker Parkour-Gruppe betreut. Dazu gehört eben auch über Mauern und Absperrungen zu klettern, Mülltonnen, Tische, Bänke, Papierkörbe und Blumentöpfe zu überspringen, zwischen Hochhäusern zu klettern und auf schmalen Simsen zu balancieren oder sie mit einem einzigen Sprung zu überwinden.

 

 

Basistraining in der Halle

 

Doch nicht bei jedem Training geht es für die Traceure (so nennen sich die Parkour-Sportler) nach draußen. Die Kirchhellener Gruppe trainiert zunächst in der Löwenfeldhalle die wichtigsten Grundübungen. „In der Halle haben wir Matten und viele Sportgeräte. Das ist besonders für Anfänger einfacher und auch wenn Fortgeschrittene neue Übungen ausprobieren, kann das am Anfang Sicherheit geben“, erklärt Daniel Böhm.

 

Beim Parkour spielt die Sicherheit eine wichtige Rolle, jede Bewegung und jeder Sprung müssen nachhaltig trainiert werden. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte der Körper vor dem Training gut aufgewärmt werden. „Wir beginnen das Training meist mit einem gemeinsamen Aufwärmspiel. Danach müssen die Anfänger ihr Abrollen üben und dann geht es an die Geräte, um die Basissprünge zu perfektionieren“, erzählt Daniel Böhm. Während sich Parkour-Anfänger erstmals an den Grundvariationen wie Monkey, Speed und Lazy probieren können, dürfen die Fortgeschrittenen bereits versuchen mit Back- und Frontflips die Hindernisse zu überwinden.

 

 

Die ganze Stadt ein Spielplatz

 

Wer sich in Parkour versuchen will, der sollte über eine gewisse Körperbeherrschung und Kraft verfügen, denn bei dieser Trendsportart kommt es nicht immer nur auf Schnelligkeit an. „Durch Parkour wird der eigene Körper gefordert und traininert. Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit werden geschult“, betont der Kirchhellener. „Man entwickelt im Laufe der Zeit eine andere Sicht auf die Stadt und alles was in ihr ist. Mauern, Geländer und Stangen wandeln sich von Alltagsgegenständen zu potenziellen Trainingsmöglichkeiten.“

 

 

Jetzt testen!

 

Wer selbst einmal die Herausforderung „Parkour“ annehmen möchte, kann sich gerne mit Daniel Böhm in Verbindung setzen. Die Gruppe findet ab sofort immer mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr in der Dreifachsporthalle an der Loewenfeldstraße 35 statt. Mitmachen darf jeder, der mindestens zwölf Jahre ist.

 

Ansprechpartner:

Daniel Böhm

01578 6689859

parkour@boehmdaniel.de



Geschäftsstelle TSG Kirchhellen

(02045) 968643

tsg-kirchhellen@gelsennet.de

 

von Katharina Boll