Nach Vorfall in Dorsten auch Beobachtungen in Kirchhellen

Die Polizei Recklinghausen bestätigt einen grausamen Fall von Tierquälerei – Kirchhellener Pferdehalter sind wachsam

Die Polizei Recklinghausen bittet um Hinweise bei verdächtigen Fahrzeugen und Personen.
Wegen eines Vorfalles der Tierquälerei bittet die Polizei Recklinghausen um Hinweise bei verdächtigen Fahrzeugen und Personen. - Foto: Ingo Kramarek / Pixabay

Am vergangenen Wochenende (26. September) ereignete sich ein tragischer Fall auf einer Pferdeweide an der Borkener Straße: Passanten entdeckten ein totes Tier. Augenscheinlich hatten bislang unbekannte Täter einer Stute auf der Weide den Unterbauch aufgeschnitten. Kirchhellener Pferdehalter und Stallbesitzer sind jetzt in Alarmbereitschaft.

Die Polizei Recklinghausen bestätigte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass auch aus Bottrop-Kirchhellen bereits Hinweise auf verdächtige Personen beziehungsweise unbekannte, verdächtige Fahrzeuge auf der Leitstelle eingegangen sind. „Zu Straftaten ist es im Raum Kirchhellen bisher aber noch nicht gekommen“, sagt Polizeihauptkommissar Andreas Wilming-Weber. Zum jetzigen Zeitpunkt wolle die Polizei Recklinghausen daher auch noch keine Vermutungen anstellen, ob es bei den verdächtigen Personen aus Kirchhellen und dem Vorfall in Dorsten-Holsterhausen einen Zusammenhang gebe. Der Polizeihauptkommissar gibt weiter an, dass bisher noch kein Motiv für die Tierquälerei in Dorsten ermittelt werden konnte.

Kirchhellen hält zusammen

Berichten zufolge seien aber vermehrt verschiedene Fahrzeuge aufgefallen, die sich in der Nähe von Pferdeställen und -weiden aufhielten. Auch verdächtige Personen wurden der Polizei bereits gemeldet.

Aus dem Dorf heißt es aber ganz klar: Wir halten zusammen. Pferdehalter, Pferdestallbesitzer und Nachbarn seien untereinander vernetzt. Man spreche miteinander und teile die Informationen auf verdächtige Beobachtungen. Dennoch bergen viele Pferdeställe und -weiden ein Problem: Sie sind oft offen zugängig und die Ställe leicht erreichbar.

Außerdem sei es bislang nicht ungewöhnlich gewesen, wenn Spaziergänger an Pferdewiesen Halt machen, die Tiere streicheln und fotografieren. Doch nach den jüngsten Ereignissen bitten Pferdehalter davon für einige Zeit abzusehen. Momentan sei man bei allem wachsam, aufmerksam und reagiere sensibler auf sonst so normale Dinge.

Hinweise melden

Sowohl Kirchhellener Pferdehalter als auch die Polizei Recklinghausen bitten daher alle, die etwas Verdächtiges entdecken, dies der Polizei zu melden. Andreas Wilming-Weber appelliert: „Zögern Sie nicht, die 110 anzurufen, wenn Sie verdächtige Fahrzeuge oder Personen in der Nähe von Pferdeställen und -weiden entdecken.“ Anrufer sollen der Polizei den genauen Ort durchgeben, die Polizeibeamten kommen dann dort hin und klären alles Weitere.

Auch andere Hinweise können der Polizei gemeldet werden. Hierzu können sich Anrufer direkt an das jeweilige Polizeipräsidium der Stadt wenden, dort werden sie gegebenenfalls an die richtigen Ansprechpartner weitergeleitet.

Darknet-Challenge

Angeblich kursiere eine Challenge im sogenannten Darknet, die Angst unter Pferdehaltern verbreitet. Von genauen Beschreibungen sehen wir als Redaktion an dieser Stelle ab, denn zum einen liegen auch uns nur Gerüchte dieser Challenge vor und zum anderen bestätigte auch die Polizei Recklinghausen nicht, dass es hier einen Zusammenhang mit dem Dorstener Vorfall und den Kirchhellener Beobachtungen gibt. Der Gegenstand dieser Darknet-Challenge liege aber in der Tierquälerei.

 

Auch wir möchten nicht, dass es zu weiteren Vorfällen wie in Dorsten kommt. Daher bitten auch wir Sie, dass Sie direkt zum Hörer greifen und die 110 wählen, wenn Sie verdächtige Personen oder Fahrzeuge entdecken, die sich in der Nähe von Pferden aufhalten.

von Julia Liekweg

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