Luftig, kreativ und sportlich

Bei den Projekttagen des Vestischen Gymnasiums durften die Schüler aus vielen Angeboten ihr Lieblingsprojekt wählen – elf von ihnen gingen dabei sogar in die Luft

Alle Projektteilnehmer durften auch selbst fliegen - Foto: Katrin Kopatz

Die letzten Tage vor den Sommerferien sind für die Schüler oft nur noch mühsames Zeitabsitzen in den Klassen. Die Klausuren sind geschrieben, die Noten stehen fest, der Lehrplan ist durch. Um Schülern und Lehrern aber doch noch etwas Tolles zum Schulende bieten zu können, eignen sich Projekttage besonders gut – so auch am Vestischen Gymnasium.

 

„An solchen Tagen lernt man die Kinder und Jugendlichen ganz anders kennen als im Unterricht. Sie kommen mehr aus sich heraus und zeigen Seiten, die wir Lehrer sonst gar nicht sehen können“, erzählt Lehrerin Ira Vogler. Auch deswegen hat sie sich bereit erklärt, wieder ein ganz besonderes Projekt zu betreuen: Das Segelfliegen. „Im letzten Jahr haben wir das auch schon gemacht und es hat allen super viel Spaß bereitet. Dieses Mal sieht es genauso aus.“

Geteiltes Hobby

Initiator des Ganzen ist Timo Meywirth. Der Oberstufenschüler ist seit mehreren Jahren Mitglied im Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen e.V. und steht selbst kurz vor der Prüfung zum Segelflugpiloten. Sein Hobby wollte er gerne mit seinen Mitschülern teilen und konnte zehn von ihnen für die Teilnahme an diesem Projekt begeistern. Gemeinsam haben sie vom 8. bis 10. Juli am Flugplatz Schwarze Heide Grundkenntnisse über Theorie und Praxis erfahren und durften alle selbstverständlich auch fliegen.

Schüler organisieren mit

Am Gymnasium selbst haben aber auch alle anderen Mädchen und Jungen keine Langeweile erlebt, denn neben Segelfliegen gab es über 15 weitere Projekte, bei denen sich die Schüler engagierten und ganz unterschiedliche Fähigkeiten unter Beweis stellten: Fotografie, Kochen, das Bauen eines ferngesteuerten Autos, Fußballspielen – für alle Interessen war etwas dabei. Ira Vogler: „Fast alles war von Seiten der Schüler selbst organisiert. Das ist eigentlich auch Voraussetzung dafür, dass die Projekttage jedes Jahr stattfinden. Denn das Interesse der Schüler an den Angeboten ist natürlich nur dann ausreichend groß, wenn sie selbst diese mitgestalten. Aber auf diese Weise klappt das alles wirklich gut.“

Ob und was im kommenden Jahr angeboten wird, wird man sehen, nun freuen sich alle erst einmal auf die Sommerferien. Sechseinhalb Wochen Pause von Lernen und frühem Aufstehen – das haben sie sich alle verdient.

von Katrin Kopatz