Kulturaktionen im Dorf

In der ersten Ferienwoche fand wieder das Kulturcamp am Jugend-Kloster statt und bot viele bunte Workshops für die Jugendlichen

Vorbereitungen für die Autoreifensitzkissen und die Holzarbeiten in der Werkstatt des Jugend-Klosters - Foto: Julia Liekweg

Ob Basteln, Nähen, Tanzen, Handwerksarbeiten oder kontrolliertes Toben – hier war für jeden der Mitmacher etwas dabei. Michaela Huwe, die das Kulturcamp leitete, freute sich über die große Resonanz. Mit 48 Personen inklusiver aller Teilnehmer, der Teamer und einer Gruppe indonesischer Gaststudenten hatte sich eine lustige Truppe zusammengefunden.

 

Alle zusammen haben sie im Außenbereich des Jugend-Klosters gezeltet. „Zwischendurch war es ein wenig schattig, aber alles in allem kamen wir gut zurecht“, erzählt Michaela Huwe. Eine Woche lang gab es dann volles Programm für die Jugendlichen. Zu Tagesbeginn startete die Truppe mit einem Morgenimpuls, nach den ganzen Erlebnissen rundete man den Tag mit einem Abendimpuls ab. Dazwischen gab es verschiedene Workshops, aber natürlich auch mal eine Pause. Ein besonderes Highlight wie im vergangenen Jahr waren wieder die indonesischen Gaststudenten, die sich ebenso freudig an all den Aktionen beteiligten. Außerdem ist Jubiläumsjahr für das Kulturcamp: Seit zehn Jahren finden die bunten Workshops schon am Jugend-Kloster statt.

Ein großes Angebot

Die Teilnehmer konnten aus einem von zwei großen und mehreren kleineren Workshops wählen. Es wurden unter anderem aus alten Autoreifen Sitzkissen gebastelt, Strandtücher gestaltet, es wurde getanzt und, besonders bei den Jungs beliebt, kontrolliert getobt. Das geht? Das geht. Bei dem mehr als zweistündigen Workshop wachte Christoph Hautkappe mit Argusaugen über die Energiebündel. Verschiedene Übungen und Bewegungen, die sehr an den Sport des Ringens erinnerten, sollten dafür sorgen, dass die Jugendlichen ihre eigene Kraft und den Körper anderer einzuschätzen lernen. „Das kann natürlich auch mal in einer Gefahrensituation helfen“, weiß Hautkappe. Zu lernen, was man mit dem eigenen Körper machen kann, fanden vor allem auch der 14-jährige Tobi und der 17-jährige Robin spannend. Robin ist schon zum dritten Mal beim Kulturcamp dabei und findet es immer wieder toll. Vor allem das Raufen findet er ganz klasse. Die beiden Jungs sind zwar völlig außer Atem, aber das macht den beiden nichts. „Wir machen auch oft genug Trinkpausen“, erklärt Tobi, der sogleich loslief, um etwas zu trinken, bevor dann weiter gerauft wurde. Wer es ruhiger angehen lassen wollte, sich aber trotzdem körperlich betätigen wollte, konnte sich in einem separaten Raum Basistanzschritte verschiedener Tanzarten zeigen lassen. Das kam wiederum bei den Mädchen ziemlich gut an, und in den großen Übungsraum hatte sich tatsächlich nicht ein einziger Junge verlaufen. Tanzlehrerin Julia zeigte der Mädelstruppe die verschiedenen Anfangs- und Basisschritte, die man in verschiedenen Tanzstilen beherrschen sollte und kombinierte alles zu einer kleinen, einfachen Choreographie.

Abschluss-Ausstellung

„Wir haben versucht dafür zu sorgen, dass wir am Kulturangebot möglichst breit aufgestellt sind“, erklärt Michaela Huwe, während sie dem Gestalte-dein-Strandtuch-Workshop zusah. Hier und in weiteren gestalterischen Workshops wie Arbeiten mit Holz oder Beton oder einer Bildergeschichte, bei der die Jugendlichen nach Anleitung eines Profis ihre Fotografien zu einer 15-seitigen Geschichte inszenierten, konnten sie sich kreativ austoben. Alle Kunstwerke wurden am abschließenden Samstag in einer kleinen Vernissage präsentiert.

von Julia Liekweg

Julia Liekweg

Von Julia Liekweg