Keine Spuren im Netz

Sekundarschüler lernen, wie sie sich in sozialen Netzwerken darstellen – Schule bietet Projekt „Fit für social media“ an

Wer sich im Netz bewegt, muss wissen, wie - Foto: Gundis Jansen-Garz

„Wisst ihr überhaupt, was Fremde alles über euch wissen, wenn ihr in den sozialen Netzwerken eure Spuren hinterlasst?“ Unter dieser Fragestellung steht ein Projekt, das Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern fit machen soll in Sachen social media.

„Wir wurden von Eltern angesprochen, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, dieses Thema mit den Schülern zu besprechen“, erklärt Schulleiter Stefan Völlmert. Da bot sich das Angebot von Gelsennet an, die seit geraumer Zeit das Projekt „Fit for social media“ im Programm haben und damit an Schulen in der Region gehen.

In zwei Vollzeitunterrichtstunden werden jetzt die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule mit wichtigen Informationen zum Datenschutz, zu ihren Rechten und Pflichten mit sensiblen Daten umzugehen, versorgt. Udo Bredemeier von Gelsennet erklärte auch, was das Recht am eigenen Bild bedeutet: „Jeder, der fotografiert wird, muss einer Veröffentlichung zustimmen. Für euch haben eure Eltern das gegenüber der Schule gemacht. Angela Merkel dagegen ist eine öffentliche Person, die dürft ihr fotografieren, wenn ihr sie mal zufällig trefft.“ Einmal ins Netz gestellte Fotos oder Daten sind für immer dort zu finden und lassen sich nur sehr schwierig entfernen. Und auch Altersfreigaben sind zu beachten: „Whatsapp beispielsweise ist erst ab 16 Jahren, das war uns auch nicht bewusst und sicher vielen Eltern auch nicht“, sagt Stefan Völlmert. Wenn die Kinder ihre Schulungen hinter sich haben, gibt es am 8. März einen Elternabend, um auch Väter und Mütter mit den Tipps und Tricks bei den Einstellungen von facebook, instagram oder whatsapp vertraut zu machen.

von Gundis Jansen-Garz