In Kirchhellen fliegen die Fässer

33 Teams kämpfen beim Fass-Weitwurf an Pfingsten um den Titel – „KC Rappelpudel“ gewinnt zum zweiten Mal bei den Herren

Foto: Julian Schäpertöns

Für 33 Teams gab es am Pfingstsonntag (20. Mai) nur ein Ziel: das Bierfass soweit wie möglich durch die Luft zu schleudern. Zum mittlerweile sechsten Mal traf man sich zum Fass-Weitwurf der Fetenstürmer. Bei bestem Wetter lockte die Traditionsveranstaltung hunderte Schaulustige, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Am späten Nachmittag standen nach einem spannenden Finale die Gewinner fest.

Die Mission Titelverteidigung ist geglückt. Zumindest bei den Jungs vom „KC Rappelpudel“ aus Essen. Bereits 2015 konnten sie den Sieg mit nach Hause nehmen. Und auch in diesem Jahr bescherte der Kegelclub den Zuschauern spektakuläre Würfe. Im Finale, für das sich die drei besten Teams der Vorrunde qualifiziert hatten, erreichten Sie mit ihren drei Würfen 25,93 Meter. Bei den Frauen waren es „Genial Daneben“, die im Finale die beste Leistung zeigten. Einen Weltrekord gab es in diesem Jahr nicht zu sehen. Der wurde im Jahr 2009 aufgestellt. Damals wurde das Fass 11,03 Metern geschleudert.

Die Platzierungen

Platz         Damen     Herren
1.         Genial Daneben – 16,93 Meter     KC Rappelpudel – 25,93 Meter
2.         KC Bibamus – 15,30 Meter     KC Bums die 9 – 25,03 Meter
3.         Die Biergemeinschaft – 9,94 Meter     KC Erntejäger – 18,78 Meter

 

Bei strahlend blauen Himmel begann mittags der Fass-Weitwurf auf dem Hof Schlagkamp. 33 Teams hatten sich zuvor angemeldet. Jede Mannschaft konnte seine fünf besten Werfer ins Rennen schicken. Die fünf Würfe wurden addiert. Die Teams mit den höchsten Zahlen kamen ins Finale. So einfach die Regeln. Doch nicht ganz so einfach war die Umsetzung. Denn bevor die Fässer (die Männer 50 Liter, die Frauen 30 Liter) geworfen werden konnten, musste man erst einmal die Mitte eines runden Holzbalken erreichen, der über einer Wasserrinne lag. Schon hier scheiterte manch einer mangels Gleichgewichtssinn und landete im kühlen Nass. Hatte man die Mitte erreicht, wurde mit voller Kraft das Fass geschleudert. Und auch hier war der Fall ins Wasser vorprogrammiert. Doch bei den sommerlichen Temperaturen war das für viele eine willkommene Abkühlung.

 

Die witzige Idee zu diesem Wettbewerb stammt vom Kirchhellener Kegelclub „Die Fetenstürmer“. Auf einer Party kam bei den Jungs Langeweile auf und sie begannen, Fässer zu werfen. Daraus entwickelte sich eine Großveranstaltung, die 2003 zunächst auf dem Hof Hemming in Feldhausen startete und mittlerweile aus den Kirchhellener Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken ist. Neben des eigentlichen Wettkampfes wurde den Besuchern ein buntes Rahmenprogramm geboten. Das ein oder andere Kaltgetränk ging über die Theke, leckeres vom Grill sowie Eis und Waffeln wurden verkauft. Für die Kinder wurde extra eine Hüpfburg aufgebaut. Am Abend fand die Siegerparty mit den DJ's von HS Sound statt.

 

von Julian Schäpertöns