Haus, Hof – Huhn!

Auch Hühner brauchen ein Zuhause. Wieso eigentlich nicht in Ihrem Garten?

Frischer als aus dem eigenen Garten kann es nicht sein – das gilt nicht nur für Kräuter, Gemüse und Obst, sondern auch für frische Eier. In einem vorherigen Video haben wir bereits gezeigt, wann und wo man in Kirchhellen die Tiere kaufen kann. Mit einem großen, grünen Garten ist die Hühnerhaltung auch kinderleicht, die Tiere brauchen lediglich ein eigenes Häuschen, ausreichen Rasenfläche und eine Stelle, an der sie ein Erd- oder Sandbad nehmen können. Was Sie so alles für ein Hühnerhaus brauchen, können Sie hier lesen.

Was brauche ich?

Bevor Sie mit dem Bau loslegen, müssen Sie beachten, dass die Haltung von Hühnern angemeldet werden muss – und das sowohl beim städtischen Veterinäramt als auch bei der Tierseuchenkasse. Bei einer Hühnermenge von bis zu 50 Tieren zahlen Sie zehn Euro. Fragen Sie außerdem bei der Stadt wegen einer Genehmigung des Baus nach, denn je nach Größe müssen Sie den Hühnerstall erst beantragen.

Wie groß der Hühnerstall am Ende sein muss, ist ganz von der Rasse abhängig, denn unterschiedliche Rassen benötigen unterschiedlich viel Raum. Nach deutscher Norm sollen maximal sechs normal große Hühner auf einem Quadratmeter wohnen – ein geräumiges Zuhause ist natürlich schön für die Tiere. Daher sollten Sie sich vorher gut überlegen, wie viele Hühner Sie halten möchten und können dementsprechend Material bestellen. Allerdings sollte auch nicht zu viel Platz für zu wenig Tiere da sein, denn im Winter kann es dazu führen, dass sich dann zu viel Kälte im Stall ausbreitet.

Es ist ratsam, das Hühnerhaus auf kleine Sockel zu stellen, so gehen Sie der Gefahr aus dem Weg, dass Ratten oder ähnliches Getier Nester bauen. Gleichzeitig kann unter dem Hühnerhaus so etwas wie eine Wellness-Oase für die Hühner entstehen: Hier ist Platz genug, um ein ausgiebiges Erd- oder Sandbad zur Reinigung zu nehmen. Im Inneren haben Sie in erster Linie die Nester für die Tiere. Diese werden großzügig mit Heu ausgelegt. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass eine ausreichende Luftzirkulation garantiert werden kann und dass die Hühner im Stall keiner direkten Licht- und Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Außerdem brauchen die Hühner eine Klappe, durch die sie über eine Hühnerleiter auf die großzügige Rasenfläche kommen. Die Hühnerklappen sind elektronisch und öffnen und schließen sich beispielsweise je nach Helligkeit. Das heißt praktischerweise: Wenn die Sonne aufgeht, öffnet sich die Klappe und schließt sich bei Sonnenuntergang. Alternativ gibt es natürlich auch Klappen, die nach Uhrzeit reguliert werden können. Außerdem brauchen die Tiere auch einen Schlafplatz, nämlich die Hühnerstangen. Hier sollten Sie beachten, dass jedes Tier etwa 30 Zentimeter Schlafplatz hat. Selbst wenn die Tiere den Platz nicht ausnutzen, hätten Sie aber die Möglichkeit dazu und keines der Tiere wird von einem ranghöheren Huhn verdrängt.

Von innen sollten die Wände weiß gestrichen werden. Wo Hühner sind, sind auch gerne Milben und diese können Sie auf weißen Wänden am besten sehen. Außerdem wird der Boden mit Kalk gestrichen, auch das hält die Milben ab. Etwa jedes halbe Jahr sollte der Kalkboden erneuert werden.

Fast Fertig!

Foto: Privat

Bevor die Tiere dann einziehen dürfen, müssen Sie das Hühnerhaus einrichten. Das Heu für die Nester haben wir bereits erwähnt und auch der Boden wird für die Tiere ebenfalls hergerichtet: Auf den mit Kalk bestrichenen Boden kommt zunächst etwas zum Einstreuen, beispielsweise Sägespäne. Wenn die erste Schicht den Boden gut bedeckt, wird das Heu darauf verteilt. Und dann können Ihre Tiere auch schon einziehen. Der Stall sollte etwa einmal pro Woche gesäubert werden.

von Julia Liekweg

Julia Liekweg

Von Julia Liekweg

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