Golfen für die Gastro

Unterstützung wird in diesen Zeiten größer denn je geschrieben – Der Golfclub Schwarze Heide spendet Turniereinnahmen an das Green 19

Auf Hygiene und Desinfektionsmittel wird beim GC Schwarze Heide geachtet. Die Sicherheit steht im Vordergrund - Foto: Julia Liekweg

Groß geplant war das Charity Golf Turnier des GC Schwarze Heide. Der Erlös sollte zu gleichen Teilen an die Caritas und die Prof. Dr. Christian Eggers Stiftung gespendet werden, doch aufgrund des noch immer herrschenden Veranstaltungsverbots wird das große Charity Turnier auf das kommende Jahr verschoben. Die Einnahmen aus dem diesjährigen Turnier in kleiner Variante geht zugunsten der Gastronomie am Golfplatz, dem Green 19, das Jenny Schmitz betreibt.

„Unser Termin stand aber nun einmal und da seit Kurzem auch wieder Sportturniere erlaubt sind, haben wir uns dazu entschieden, unter dem Motto ‚golfen hilft‘ unsere Gastronomie hier zu unterstützen“, erklärt Mitorganisator Carsten Breuer. Ausgerichtet wird das Turnier auch nicht mehr vom Verein selbst, sondern von Carsten Breuers Werbeagentur B4:Media aus Essen. „Gastronomien gehören momentan, wie viele Branchen, zu gefährdeten Arten. Deswegen möchten wir mit dem Turnier helfen“, erzählt Carsten Breuer weiter.

Jenny Schmitz ist die Inhaberin der Gastronomie, dem Green 19. „Die bittere Wahrheit ist: Wir standen kurz vor der Insolvenz. Das haben wir in einem Schreiben an unsere Mitglieder ganz offen sagt, denn dass es vielen Branchen und Unternehmen gerade schlecht geht, kann sich jeder ausmalen“, erzählt die junge Unternehmerin. In den Wintermonaten hat das Green 19 ohnehin immer für einige Wochen geschlossen, darauf sei man eingestellt. „Aber dass dann noch einmal so eine lange Schließungsperiode kommt, das kann man weder ahnen noch auffangen“, sagt sie offen. Obwohl das Green 19 zwar ausreichend Platz hat, um die seit dem 11. Mai geltenden Verordnungen zum Mindestabstand und dem Sicherheits- und Hygienekonzept in Gastronomien zu entsprechen, bleiben die Gäste aus. „In der ersten Woche wurde wir hier überrannt, waren jeden Abend ausreserviert. Das war aber auch kurz nach unserem offenen Umgang mit der Insolvenz und die Menschen wollten uns helfen. Schon in der zweiten und der dritten Woche, nachdem die Gastronomien wieder öffnen durften, wurde der Besucherandrang weniger.“ Kurz vor dem Pfingstwochenende gab es dann noch einmal neue Regelungen. Statt der Zwei-Haushalte-Regelungen dürfen sich nun wieder zehn Personen draußen und in Cafés, Bars und Restaurants aufhalten. „Das macht für uns aber keinen Unterschied. Einzig für die vier Golfer, die vom Platz kommen, macht es einen Unterschied. Denn statt an zwei Tischen dürfen sie jetzt wieder an einem sitzen“, sagt Jenny Schmitz achselzuckend. „Bis zum nächsten Jahr werden wir sicherlich hier in solchen Verhältnissen arbeiten und sitzen. So kann man natürlich schlecht schwarze Zahlen schreiben“, setzt sie hinzu.

Der Golfclub aber möchte seine Gastronomie, sein Green 19 behalten. „Deswegen werden alle Einnahmen vom Turnier zu Jennys Unterstützung genutzt“, betont Carsten Breuer. Im kommenden Jahr soll dann das große Charity-Turnier zugunsten der Prof. Dr. Christian Eggers Stiftung. „Wir hatten wirklich tolle Sachen geplant. Mit Unterhaltungsprogramm und ich habe zwei Bilder gemalt von berühmten Golfern, darunter auch Tiger Woods, die versteigert werden sollten. Aber dann eben nächstes Jahr“, sagt Carsten Breuer.

von Julia Liekweg

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