Evangelische Kita erfüllt Wünsche

Mit einem Spendenlauf sammelten knapp 100 Kinder 3.300 Euro. Die Hälfte davon spendete die Einrichtung an den ASB Wünschewagen

Erzieher und Kinder der Kindertagesstätte freuten sich, gemeinsam den Scheck übergeben zu dürfen - Foto: Katrin Kopatz

Im Mai machten sich knapp 100 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte an der Gartenstraße auf, um mit einem Spendenlauf Geld für den ASB Wünschewagen und die eigene Einrichtung zu sammeln. Trotz strömenden Regens liefen die Kinder Runde für Runde – teilweise über 20 pro Kind. Zuvor hatten sich Eltern, Geschwister, Bekannte und weitere Verwandte mit einer selbst gewählten Summe in die Laufkarten eingetragen, die sie pro gelaufener Runde spenden wollten. Auf diese Weise kamen über 3.300 Euro zusammen.

 

Die Hälfte des Betrages überreichte Kita-Leitung Petra Kahnert nun an Caroline Oberpichler. Sie ist Wunschkoordinatorin für den Raum NRW und zeigte sich gerührt über die hohe Summe, die sie entgegennehmen durfte: „Wir finanzieren alle Wünsche, die an uns heran getragen werden, über Spenden. Jeder Euro zählt also, wenn es darum geht, schwerst kranken Menschen noch einen letzten Wunsch zu erfüllen. Und mit über 1.600 Euro ist vieles möglich.“ Petra Kahnert erklärt, warum die Kindertagesstätte sich für den Wünschewagen als Empfänger entschieden hat: „Wir haben selbst eine Kollegin gehabt, die sehr krank war, und vor einiger Zeit leider auch verstorben ist. Sie hatte durch die Mithilfe ihrer Familie und Freunde die Möglichkeit, noch etwas zu erreichen und zu erleben. So eine Möglichkeit haben aber nicht alle, deswegen waren wir uns als Team einig, dass die Aktion Wünschewagen die richtige Adresse ist.“

 

Noch einmal ans Meer

Caroline Oberpichler erzählt, dass etwa 100 Wünsche pro Jahr hier in der Region erfüllt werden können. Gesteuert werde alles von der Zentrale in Essen aus. „In einem mit allen notwendigen medizinischen Geräten ausgestatteten Krankenwagen geht es mit den Erkrankten und ihren engsten Familienmitgliedern oder Freunden noch ein letztes Mal ans Meer, in ein Musical oder die Lieblingsstadt. Je nach Zustand des Erkrankten sind auch Übernachtungen möglich – immer mal wieder aber können geplante Wünsche leider nicht mehr realisiert werden.“

 

Gutes Tun und Spaß haben

Für die Kindergartenkinder war die Aktion ein tolles Erlebnis. Auch, wenn zumindest die jüngeren von ihnen noch nicht genau wissen, wofür sie überhaupt die vielen Runden gelaufen sind, hatten alle großen Spaß, wie Petra Kahnert erzählt: „Zum Teil liefen die Kinder Hand in Hand und motivierten sich gegenseitig. Manche brauchten zwischendurch mal eben in Stück Kuchen und dann ging es weiter. So kamen schnell viele Runden zusammen. Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft wieder einen Spendenlauf geben wird.“ Nun schaut das Kita-Team aber erst einmal, in was Geld für die Kinder der Einrichtung investiert werden kann. „Da fällt uns sicher was Tolles ein.“

 

von Katrin Kopatz