„Es gibt noch viel zu entdecken“

Wir haben mit Pfarrer Ulrich Witte und Pastoralreferentin Caroline Johnen über ihre erste Zeit in der Pfarrei St. Johannes gesprochen

Pfarrer Ulrich Witte und Pastoralreferentin Caroline Johnen haben sich bei uns im Dorf bereits gut eingelebt. - Foto: Aileen Kurkowiak

 

„Ich fühle mich angekommen und willkommen, doch eingelebt habe ich mich noch nicht so richtig“, erzählt Pfarrer Ulrich Witte im Gespräch darüber, wie er die ersten Monate in Kirchhellen erlebt hat. „Doch das braucht einfach seine Zeit und ist gar nicht negativ gemeint.“

Vielmehr schätzen er und Pastoralreferentin Caroline Johnen es sehr, wie herzlich die zwei aufgenommen wurden. „Und das, obwohl von Beginn an klar war, dass wir hier einiges verändern möchten“, betont Caroline Johnen. Veränderungen, die die Arbeitsweise des neuen Pastorenteams darstellen. Gemeinsam mit Pater Periya machen es sich der Pfarrer und die Pastoralreferentin zur Aufgabe, die Gemeindearbeit etwas lebendiger zu machen. „Wir möchten die Mitglieder insgesamt mehr involvieren und die Messen feierlicher gestalten“, so Witte. Caroline Johnen ergänzt: „Den Messdienern erklären wir immer, dass wir eine Party feiern wollen, eine Party mit Jesus. Damit wollen wir alles etwas moderner, zeitgemäßer angehen.“ Darum soll es insbesondere in den Messen am Sonntagabend mehr um das Leben an sich gehen, also aktuelle Begebenheiten. Auch dürfen die Besucher der Gottesdienste sich gerne zu Wort melden und sich zu den Themen äußern. Dafür ist Pfarrer Ulrich Witte nah an den Gemeindemitgliedern dran, spricht sie an und bietet ihnen bereits während der Messe die Gelegenheit, ins Mikrofon zu sprechen, falls sie etwas loswerden wollen. „Das mag zunächst befremdlich sein, aber so schaffen wir auch neue Möglichkeiten, in den Dialog zu treten.“ Zudem soll so die Feierstimmung besser herüberkommen, die das Team gerne verbreiten möchte.

Verbundenheit repräsentieren

Mit dem Wechsel in der Pfarrei St. Johannes sind nicht nur neue Gesichter eingezogen, sondern auch zwei Charaktere, die sich von ihren Vorgängern sehr unterscheiden – ein natürlicher Prozess, den die einen mehr und die anderen weniger begrüßen. Nach den ersten Monaten in Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen führte das Pastorenteam aber viele positiv besetzte Gespräche mit den Gemeindemitgliedern, Vereinen und Institutionen hier vor Ort. Caroline Johnen fasst zusammen: „Wir hören davon, dass sich viele über den frischen Wind freuen und es begrüßen, hier Veränderungen zu erleben. Die Bereitschaft, sich auf das Neue einzulassen, ist unglaublich hoch. Damit habe ich persönlich gar nicht gerechnet.“ Dabei muss insbesondere sie sich als Pastoralreferentin immer wieder erklären, denn ihre Position war lange Zeit unbesetzt in St. Johannes. Und eine Frau in der katholischen Kirche wirft bei zahlreichen Menschen dann doch Fragen auf. Allerdings erklärt sie ihre Funktion immer wieder gerne: Sie begleitet die Erstkommunionkinder in den Familien, sodass sich alle untereinander besser kennenlernen. Außerdem ist Johnen hauptsächlich für die Familien- und Schulgottesdienste verantwortlich. „Zumindest für die Grundschüler, für Firmung und weiterführende Schulen ist Pfarrer Witte zuständig.“ Geteilte Aufgabenbereiche auf der einen Seite, viel Teamwork und Absprache auf der anderen. So soll die Predigt künftig in allen Sonntagsgottesdiensten der Pfarrei gleich sein, auch wenn sich die drei Seelsorger abwechseln, sie vorzutragen. Das zeigt die Verbundenheit in allen drei Kirchen.

 

Gottesdienst auf dem Spielplatz

Was dem Team generell am Herzen liegt, ist das Ziel, junge Familien wieder mehr in das Leben der Pfarrei zu integrieren. „Wir wollen Kirche vor Ort werden und sein, offen sein für Neues, da wir selbst auch Offenheit für unsere Veränderungen verlangen“, sind sich die zwei einig. Es sollen Traditionen bewahrt, Jubiläen gefeiert und Feste begleitet werden. „Wir haben schnell erfahren, dass das Dorfsein hier vor Ort wirklich zelebriert wird. Vereine bringen sich in unterschiedlichen Formen ein und die Menschen nehmen diese Ideen an. Das ist wirklich schön zu sehen und gibt uns die Möglichkeit, auf verschiedene Wege mit den Menschen in Kontakt zu treten“, freut sich Caroline Johnen. Um zu zeigen, dass das neue Pastorenteam eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe nicht nur theoretisch wünscht, wird es im kommenden Jahr beispielsweise Gottesdienste außerhalb der Kirche geben: Im Zuge der Umbauarbeiten in der Johanneskirche ab Sommer 2020 veranstalten Pfarrer Witte, Pater Periya und Pastoralreferentin Caroline Johnen die Gottesdienste einfach da, wo die Gemeindemitglieder unterwegs sind: „Das kann auf Spielplätzen sein, bei der Freiwilligen Feuerwehr, auf einem Bauernhof oder neben der Achterbahn im Movie Park – wir sind offen für Vorschläge und freuen uns sehr auf die anstehenden Begegnungen außerhalb unserer Kirche.“

 

Unglaublich tolle Stimmung

Foto: Aileen Kurkowiak

Viele Vereine kamen direkt zu Beginn der Arbeit in der Pfarrei auf die Neuankömmlinge zu, um sich vorzustellen und zu fragen, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. „Das ist toll und gerne versuchen wir uns einzubringen, soweit wir können.“ Spätestens mit dem anstehenden Schützen- und Brezelfest im September kommenden Jahres erleben Ulrich Witte und Caroline Johnen den Zusammenhalt und die Feierkultur in und um Kirchhellen noch einmal sehr nah. Eine richtige Vorstellung darüber, was auf sie zukommen wird, haben sie noch nicht, erinnern sich aber gerne an den Besuch beim diesjährigen Oktoberfest der Landjugend und des VfB Kirchhellen, zu dem sie eingeladen waren: „Die Stimmung war unglaublich toll, alle haben friedlich zusammen gefeiert und Spaß gehabt – das war ein schönes Erlebnis.“ Ulrich Witte ergänzt: „Es zeigt aber auch, dass wir noch so einiges zu entdecken haben hier. Was vor Ort bereits existiert, ist bemerkenswert und soll sich gerne weiterhin selbst tragen. Alles andere wird sich ergeben.“ Caroline Johnen: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Die Menschen sollen einfach wissen, dass sie gerne auf uns zukommen können. Dazu laden wir jeden herzlich ein.“

 

Unglaublich tolle Stimmung

Viele Vereine kamen direkt zu Beginn der Arbeit in der Pfarrei auf die Neuankömmlinge zu, um sich vorzustellen und zu fragen, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. „Das ist toll und gerne versuchen wir uns einzubringen, soweit wir können.“ Spätestens mit dem anstehenden Schützen- und Brezelfest im September kommenden Jahres erleben Ulrich Witte und Caroline Johnen den Zusammenhalt und die Feierkultur in und um Kirchhellen noch einmal sehr nah. Eine richtige Vorstellung darüber, was auf sie zukommen wird, haben sie noch nicht, erinnern sich aber gerne an den Besuch beim diesjährigen Oktoberfest der Landjugend und des VfB Kirchhellen, zu dem sie eingeladen waren: „Die Stimmung war unglaublich toll, alle haben friedlich zusammen gefeiert und Spaß gehabt – das war ein schönes Erlebnis.“ Ulrich Witte ergänzt: „Es zeigt aber auch, dass wir noch so einiges zu entdecken haben hier. Was vor Ort bereits existiert, ist bemerkenswert und soll sich gerne weiterhin selbst tragen. Alles andere wird sich ergeben.“ Caroline Johnen: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Die Menschen sollen einfach wissen, dass sie gerne auf uns zukommen können. Dazu laden wir jeden herzlich ein.“

 

Neue Gottesdienstordnung ab Januar 2020

Kirche St. Johannes d.T. Kirchhellen

Heilige Messe Samstag: 9 Uhr und 17.30 Uhr

Heilige Messe Sonntag: 10.00 Uhr

Heilige Messe Dienstag: 15.00 Uhr

 

Kirche Heilige Familie Grafenwald

Heilige Messe Sonntag: 8.30 Uhr und 19 Uhr

Heilige Messe Mittwoch: 19 Uhr

Heilige Messe Freitag: 9 Uhr

 

Kirche Feldhausen

Heilige Messe Samstag:19 Uhr

Heilige Messe Sonntag: 11.30 Uhr

Heilige Messe Montag: 19 Uhr

Heilige Messe Donnerstag: 19.30 Uhr

 

von Katrin Kopatz