Ecki Schnieder und Beate Möhlen – Das Brezelkönigspaar im Gespräch

Seit dem 12. Februar 2021 ist es offiziell: Das Brezelfest wird weder in diesem noch im kommenden Jahr stattfinden

Ecki Schnieder und Beate Möhlen, das amtierende Brezelkönigspaar, bedauert des Festausfall durch die Corona-Pandemie 2021
Ecki Schnieder und Beate Möhlen - das amtierende Brezelkönigspaar. - Foto: aureus GmbH - Katharina Boll

Wir haben uns mit dem amtierenden Brezelkönigspaar über ihre Hoffnungen und Wünsche für das Festjahr 2023 unterhalten.

Für Ecki Schnieder und Beate Möhlen stand schnell fest: Wir werden unser Amt nicht niederlegen. „Wir haben uns 2017 für drei Jahre Königsamt entschieden und es wäre nicht richtig, es jetzt in dieser schwierigen Zeit direkt niederzulegen“, sagt Beate Möhlen. Man sei 2017 zwar noch von dem üblichen Turnus der drei Jahre ausgegangen, aber Ecki Schnieder weiß auch: „Es ist ein Brauchtum und natürlich auch eine Pflicht, wenn auch eine schöne. Aber die sind wir eingegangen und dabei bleiben wir.“

Königin Beate Möhlen erinnert sich zurück: „Als wir damals das Amt von Christian Schulte-Bockum und Andrea Sauerbach übernahmen, war es einfach nur schön. Wir haben uns mit den beiden über ihre Amtszeit unterhalten, sie haben uns viel Glück und Spaß mit auf den Weg gegeben. Das möchten wir natürlich auch mit unseren Nachfolgern so erleben. Ob das aber 2023 genau so sein wird, kann niemand gerade sagen.“ Sie hofft und wünscht sich aber trotzdem, dass das Festjahr 2023 mit der gleichen Euphorie und dem Spaß verlaufen kann, wie sie und ihr König es miterleben durften.

„Die Entscheidung war aber richtig so“, ist sich das Königspaar einig. Natürlich sei das alles mit Wehmut verbunden, aber die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten und Besucher müsse immer an erster Stelle stehen. „Sechs Jahre Amtszeit sind zwar auch eine Hausnummer, aber es ist alles ein Geben und Nehmen. Das macht unseren Zusammenhalt aus“, bestätigen die beiden.

Es fehlt das Persönliche

Auch Ecki Schnieder sagt: „Nicht nur gönnen wir unseren Nachfolgern einen so schönen Tag, wenn sie ihre Amtszeit antreten, es hängt so viel mehr daran. Im letzten Jahr als Brezelkönigspaar besuchen wir beispielsweise die Wagenbauer und Reiter. Alle diese Menschen stecken so viel Mühe und Herzblut in ihre Arbeit und freuen sich natürlich auch, wenn es gewürdigt und gewertschätzt wird.“ Doch das alles fiel im vergangenen Jahr aus und muss auch noch bis 2023 warten. „Ich vermisse auch die Gespräche mit den Menschen, mit denen man sonst auf der Straße auch schon einmal Smalltalk hält“, bestätigt Beate Möhlen. Sie selbst sei vor ihrer Königinnenamtszeit in einer Fußgruppe gewesen und möchte auch nach ihrer Amtszeit dorthin wieder zurückkehren. „Die Vorbereitungen, der Umzug und alles drumherum sind mit einer solchen Euphorie verbunden, die mir den ganzen Tag ein Lachen aufs Gesicht gebracht hat. Das kann man sich gar nicht vorstellen und der ganze Tag zog an mir vorbei wie ein Film. Das gleiche schöne Gefühl wünsche ich mir für 2023.“

Der letzte offizielle Termin, den das Königspaar noch hatte wahrnehmen können, war der Rosenmontagsbesuch des Bottroper Rathauses bei Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Danach war schon März, es kam der Lockdown und ab da sind auch unsere Termine alle ausgefallen“, erzählen sie. „Es war schon seltsam, denn eigentlich hatten wir uns auf Wochen voller Termine eingestellt und gefreut, aber durften dann ja nichts davon wahrnehmen. Wir möchten das aber alles nachholen, sofern es 2023 so möglich ist“, hofft das Königspaar.

Das Fest lebt von seinen Besuchern

Wer das Brezelfest schon einmal besucht hat, weiß, dass es die Menschen, die Freunde und die Bekannten sind, die die Stimmung ausmachen. „Selbst wenn wir uns für ein Fest 2022 entschieden hätten – wer weiß denn, ob es nicht eine begrenzte Anzahl an Personen im Festzelt geben darf?“, sagt Ecki Schnieder. Auch seine Königin weiß, wie wichtig die Gemeinschaft ist. „Es wäre kein Fest, wenn alle nur die Pandemie und die Sorgen im Kopf hätten. Und auch wenn das Virus uns vielleicht noch lange begleitet, so sollte die Angst vor einer Ansteckung nicht mehr so präsent sein.“

Ecki Schnieder denkt aber auch an die Kirchhellener Jugend: „Manche haben das Brezelfest noch nie besuchen können, weil sie einfach noch zu jung waren. Die sind natürlich sehr enttäuscht und mir tut es daher auch um die Jugend einfach leid. Sie haben sich so gefreut, jetzt dabei sein zu dürfen.“ Er weiß aber auch, dass die Planungen für das Brezelfest gut ein Jahr Vorlauf brauchen. Das und die Planungssicherheit aller Beteiligten müsse jetzt auch bedacht werden, sodass ein Fest 2023 so gewohnt wie eben möglich stattfinden kann.

von Julia Liekweg

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