Die Nandu-Security

Thomas Overgünne hat sich fünf Nandus gekauft, um seine Hühner vor gefräßigen Habichten zu schützen

Foto: Julian Schäpertöns

Thomas Overgünne hatte es leid: Immer wieder kam der Habicht vorbei und bediente sich genüsslich an seinen mehr als 3.500 Hühnern, die der Landwirt auf seinem Hof beherbergt. An manchen Tagen wurden drei bis vier Hühner am Tag verspeist. Da musste eine Lösung her. Und die fand er beim googeln im Internet.

Acht Nandus leben nun zusammen mit den Hühnern und passen auf diese auf. Die südamerikanischen Laufvögel schrecken durch ihre Größe die Habichte ab. Vier große Nandus und vier kleine Nandus, die erst ein halbes Jahr alt sind, leben nun zusammen mit den Hühnern – und verstehen sich richtig gut in ihrer Nandu-Hühner-WG.

 

„Das funktioniert super. Der Habicht kommt gar nicht mehr runter,“ erzählt Landwirt Thomas Overgünne. Flink flitzen die exotischen Tiere jetzt schon über die große Wiese. Bis zu 60 km/h kann ein ausgewachsener Nandu erreichen. Und ihre Eier sind sogar 15 Mal größer als normale Hühner-Eier. Die möchte Thomas Overgünne demnächst auch verkaufen. Doch zunächst einmal sollen in allen vier Gehegen des Hofes eine Herde eingegliedert werden. Bei diesen coolen Beschützern müssen die Hühnern dann keine Angst mehr haben...

 

von Julian Schäpertöns