Die Bauarbeiten am Hof Jünger starten

Der Innenhof des Kulturzentrums Hof Jünger wird komplett neugestaltet – Ein „roter Teppich“ dient als Verbindungsstück zwischen Haus 1 und Haus 2

Hermann Reinbold präsentiert das neue Konzept. - Foto: Katharina Boll

Nach eineinhalb Jahren intensiver Planungsphase konnten Ende Juni endlich die Bagger anrollen. Der Innenhof des Kulturzentrums Hof Jünger bekommt eine Runderneuerung. Ende August sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

 

Offen und einladend wird der Eingangsbereich des Kulturzentrums in Zukunft sein. Eine rote Betonstele dient als Erkennungsmerkmal und ein roter Teppich aus Glas-Schotter verbindet die beiden Häuser optisch. „Das Konzept haben wir bereits im Winter 2016 vorgestellt. Doch als es dann an die Umsetzung gehen sollte, stellten uns die Besonderheiten des Höhenunterschiedes auf dem Gelände vor eine Herausforderung“, erzählt der Vorsitzende des Bürgervereins Hof Jünger Hermann Reinbold. Der Höhenunterschied zwischen Haus 1 und Haus 2 liegt bei etwa 90 Zentimetern. „Das Wichtigste ist, dass die Tenne auch bei Starkregen nicht überflutet wird“, erklärt Hermann Reinbold. „Nachdem verschiedenste Überlegungen angestellt wurden, haben wir uns entschlossen, eine breite Drainage vor der Tenne von Haus 1 einzulassen.“ In Zukunft wird das Regenwasser dann zum Wellbraucksweg abfließen. Außerdem werden Stufen vor dem Foyer von Haus 2 errichtet, die nach Links hin auslaufen. Am Ende wird dann eine Rampe entstehen.

Nachdem die wichtigen Fragen geklärt wurden, konnten Ende Juni endlich die Bagger anrollen und die Arbeiten beginnen. „Im Zuge der Bauarbeiten wird nun auch die Außenbühne an beiden Seiten um knapp einen Meter erweitert“, verrät Hermann Reinbold. „Außerdem wird die Bühne in Zukunft mit Hilfe von Energiesäulen mit Strom versorgt.“ Im Eingangsbereich sowie an der Rückseite des Heimathauses (Haus 2) werden zudem mehrere Fahrradständer entstehen.

 

„Eine ganz normale Baustelle“

Auch die Außenbühne wird vergrößert. - Foto: Katharina Boll

 

Obwohl die Bagger erst vor wenigen Tagen angerollt sind, ist hier schon einiges passiert. Im wahrsten Sinne des Wortes. „Früher hat man die Stromkabel und Wasserleitung nach Kirchhellener Manier eingebaut. Alles liegt kreuz und quer im Boden und wir wissen auch nicht genau wo“, erzählt Hermann Reinbold. Kein Wunder also, dass beide vom Bagger erwischt wurden. „Es ist halt eine ganz normale Baustelle“, lacht der Kirchhellener. „Da trifft niemanden die Schuld.“ Außerdem wurde alles dank ortsansässiger Unternehmen wieder schnell behoben. „Wenn wir nun auf keine weiteren Überraschungen treffen, hoffen wir, dass wir Ende August fertig sind“, sagt der Vorsitzende. „Bei unserem Grillfest am 13. September würden wir gerne mit allen Helfern anstoßen.“

 

von Katharina Boll