Das neue Montessori-Haus ist fertig!

Nach knapp elf Monaten Bauzeit wurde heute das neue Montessori-Kinderhaus am Tappenhof offiziell eröffnet

Nach fast einem Jahr Bauzeit ist das neue Montessori-Kinderhaus endlich fertig. Foto: Julian Schäpertöns

„Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“ Kein Zitat wäre treffender gewesen, um die Gäste am heutigen Freitag (5. Januar) im neuen Montessori-Kinderhaus zu begrüßen. Oberbürgermeister Bernd Tischler wählte dieses Zitat von Maria Montessori aus, denn das neue Domizil des Kindergartens am Tappenhof ist nach den Wünschen und Ideen der Erzieherinnen und Eltern realisiert worden. Und nun, nach knapp elf Monaten Bauzeit, haben die Kinder eine Umgebung, in der sie sich rundum wohl fühlen können. Heute übergab die GBB (Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop) ganz offiziell den Schlüssel an die Stadt Bottrop.

Mehr als 40 Jahre befand sich das Montessori-Kinderhaus Kirchhellen an der Horsthofstraße. Doch das Gebäude war stark in die Jahre gekommen, marode und sanierungsbedürftig. Da wurde es Zeit, dass etwas passiert. Und nachdem die GBB im Sommer 2016 von der Stadt Bottrop den Zuschlag für das Projekt bekommen hatte, konnte es auch endlich losgehen. „Planungsprämisse war von Anfang an, einen nachhaltig optimal nutzbaren, massiv gebauten und hochwertigen Kindergarten zu errichten und nicht nur das vertraglich geschuldete Minimum zu liefern. Und ich glaube behaupten zu dürfen, dass uns das hervorragend gelungen ist“, resümiert GBB Geschäftsführer Stephan Patz mit großer Zufriedenheit. Im März 2017 wurde der Grundstein gelegt. Nach einer hochspannenden Zeit des Wartens und der Vorfreude haben schließlich Ende Dezember 2017 die Kinder, Erzieherinnen und Eltern ihr neues Zuhause mit großer Begeisterung bezogen.

 

„Wann hat man als Erzieherin schon mal die Möglichkeit, seine eigene Ideen und Wünsche für einen ganz neuen Kindergarten einfließen zu lassen?“, freut sich Kindergartenleiterin Andrea Sareyka. Fast alle Vorschläge wurden beim Neubau berücksichtigt. Bei der Planung des 800 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Gebäudes hat die GBB die Erzieherinnen eng mit eingebunden, um die Interessen der Kinder, aber auch die Bedürfnisse von Mitarbeiter und Eltern optimal zu berücksichtigen. So kann der extra große Flur durch Falttüren mit dem Mehrzweckraum zu einem 110 Quadratmeter großen Saal verbunden werden. Mit dimmbaren Wandleuchten entsteht so ein Raum für Spiel, Sport, Versammlungen, Feiern und Aufführungen. Zudem gibt es Schleusen für schmutzige Kinderstiefel, einen sogenannten Snoezelen-Raum zum relaxen und einen gesonderten Raum für sandiges Außenspielzeug. „Es ist wunderschön geworden. Warm, freundlich, hell und mit genügend Platz“, resümiert Andrea Sareyka. In den nächsten Monaten wird noch der Außenbereich fertig gestellt, so dass die Kinder rechtzeitig zum Sommer auch draußen spielen können.

 

Durch den Umzug kann der Kindergarten nun auch wachsen und künftig eine weitere Gruppe aufnehmen. 75 Kinder in vier Gruppen werden damit regulär aufgenommen. Zum Start im Dezember waren es jedoch 79 Kinder wegen der hohen Anmeldezahlen.

 

So sieht es im neuem Montessori-Kinderhaus aus:

von Julian Schäpertöns