Baubeginn des Montessori Kinderhauses noch für 2016 geplant

Der Kita-Altbau an der Horsthofstraße wird aufgrund maroder Bausubstanz abgerissen, ein Umzug ins Neubaugebiet Tappenhof steht bevor

Der Entwurf für den Neubau am Tappenhof - Foto: Architekturbüro Norbert Ryvola

Den von der Stadt Bottrop ausgeschriebenen Wettbewerb um den Neubau des Montessori Kinderhauses in Kirchhellen konnte die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop (GBB) klar für sich entscheiden. Ihr Ziel: Ein hoch energetisches wie funktionales Gebäude zu schaffen, dass allen Ansprüchen der heutigen Kinderbetreuung gerecht wird und auch optisch überzeugt.

Noch wartet die GBB auf die Baugenehmigung, ansonsten ist die Vorabplanung weitestgehend abgeschlossen. "Der Bau einer Kindertageseinrichtung ist für uns Neuland, aber wir haben uns dennoch durchsetzen können und arbeiten mit echten Experten auf diesem Gebiet zusammen", erzählt Geschäftsführer Stephan Patz. Mit dem Architekturbüro Norbert Ryvola ist sogar ein Kirchhellener Unternehmen mit im Boot. "Hier profitieren wir von einer weitreichenden Erfahrung in Sachen Kita-Bau und können sicher sein, dass alle notwendigen Rahmenbedingungen Umsetzung finden."

Stadt wünscht sich Eröffnung im August 2017

Noch in diesem Herbst/Winter soll die Baufläche abgeschoben und Anschlüsse gelegt werden können. Eine Unterkellerung gibt es nicht, sodass diese Arbeiten schnell voranschreiten könnten. "Jedoch ist - wie auf jeder Baustelle - alles auch abhängig vom Wetter." Bei geeigneter Witterung könnten die Rohbauarbeiten schon im Januar kommenden Jahres beginnen. Die Stadt Bottrop wünscht sich einen Bezug des Kinderhauses zu Beginn des Kindergartenjahres, also im August 2017.

Betreuungsteam hat mitentschieden

Der Neubau verfügt über eine Wärmepumpenheizung, sodass keine störenden Heizkörper in den Räumen angebracht werden müssen. Die Trinkwassererwärmung erfolgt über Durchlauferhitzer, um eine Verunreinigung mit Legionellen von vornherein auszuschließen. "Die Highlights aber sind sicher der großzügig geschnittene Flur, der zu einem Mehrzweckraum für Feste erweiterbar ist. Außerdem haben wir einen Schmutzgang mit eingeplant, der es möglich macht, mit dreckigen Gummistiefeln und Schuhen nicht erst durch die Gruppenräume laufen zu müssen und den Dreck direkt vor der Tür zu lassen."

Auch das Erzieher-Team des Kinderhauses durfte Wünsche äußern, wie es sich zum Beispiel die sanitären Anlagen wünscht oder wo Wasser- und Stromanschlüsse ihrer Meinung nach sinnvoll sind.

Mangelware: Parkplätze

"Rein optisch haben wir uns für eine weiße Putzfassade entschieden, die mit Farbklecksen kindgerecht aufgewertet wird", erzählt Stephan Patz. "Denn wenn wir eines nicht wollten, dann, dass der Kindergarten äußerlich mit einem Supermarkt verwechselt wird."

Zur Einrichtung selbst werden vier Stellplätze gehören - mehr sind nicht eingeplant. Patz: "Die Parkplatzsituation in dem Gebiet ist schwierig, das weiß auch die Stadt." Die ist es allerdings auch, die dem Kinderhaus das Nutzrecht für einen angrenzenden Grundstückstreifen zur Verfügung stellt - "dieser würde sich für weitere Parkplätze eignen, aber das liegt nicht unserer Hand."

GBB auch an Schulze-Delitzsch-Straße aktiv

Der Kita-Neubau ist wohl das derzeit größte Projekt, dessen sich die GBB in Kirchhellen annimmt. Doch auch die Häuserreihe an der Schulze-Delitzsch-Straße liegt im Verantwortungsbereich der Bau- und Wohngesellschaft: Hier wird schon bald die Fassade erneuert, die nach 20 Jahren einfach nicht mehr sonderlich attraktiv ist. Von dem derzeit vorherrschenden Gelbton möchte man sich verabschieden, stattdessen zieren demnächst unterschiedliche Erdtöne die Wände. "Außerdem werden wir einen einheitlichen Sichtschutz für alle Balkone anbringen. Bisher hat sich jeder Mieter selbst seine Lösung zum Sichtschutz überlegt, was in Summe sehr unruhig aussah. Das soll sich bald ändern."

von Katrin Kopatz